Neustadt Eine rauschende Ballnacht

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Dass eine Art Wiener Opernball und die Renovierung der Stiftskirche in direktem Zusammenhang stehen könnten, ist kein Gedanke, der sich spontan aufdrängt. Und doch war ein solches gesellschaftliches Ereignis vor zehn Jahren der Startschuss für ein Gotteshaus, auf das viele Neustadter heute wieder so richtig stolz sind. Geht es nach Organisator Frank Sobirey, soll dieser Effekt erneut erzielt werden. Mit einem Ball am 28. Mai als Startschuss für das Projekt „Wasser in die Stadt“.

2006 feierte der Lions Club Neustadt sein 50-Jähriges. Folglich steht jetzt das 60. Jubiläum an. Deshalb hat er sich überlegt, wieder einen „Ball für Neustadt“ im Saalbau zu veranstalten (wir berichteten). Allerdings nicht irgendeinen Ball, sondern eine Mischung aus Attraktionen für Auge, Ohr und (Tanz-)Bein. Daher sind neben dem Lions Club die Liedertafel mit über 100 Sängerinnen und Sängern mit dabei, die Ballettschule Schreieck, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und die Freddy Wonder Combo. Sprich: Gemeinsam soll eine bunte Mischung geboten worden, festlich, rockig, für viele etwas. Daher gibt es auch nicht nur runde Tische im Parkett des Saalbaus, sondern auch Logenplätze oben – für jene, die nicht unbedingt auf den Tanzboden wollen. Damals, 2006, gelang es dem Lions Club, 50.000 Euro für die Stiftskirche zusammenzubringen. Nicht allein mit dem Ball, aber er war laut Sobirey so etwas wie eine Initialzündung für das folgende große bürgerschaftliche Engagement sowie den Einsatz vieler weiterer Vereine und Organisationen. Und er war sozusagen die Geburtsstunde des Bau- und Fördervereins der Stiftskirche. Nicht immer sei alles glatt gelaufen, erinnert der Neustadter daran, dass zunächst geplant war, Steine der Trennmauer an Spender abzugeben, die Mauer dann aber doch nicht abgerissen worden sei. Das habe zwar zu ein paar Irritationen geführt, letztlich aber sei alles gut gegangen. Ein Erfolg, der sich in seinen Augen wiederholen lassen müsste. Wozu das jetzige Jubiläum des Lions Clubs eine gute Chance sei. 60.000 Euro als Unterstützung für das Projekt „Wasser in die Stadt“ der Bürgerstiftung hat sich der Club diesmal zum Ziel gesetzt, und wieder wird es natürlich nicht allein mit dem Ball bei rund 800 Plätzen zu erwirtschaften sein. „Aber er wäre ein Anfang.“ Sobirey hofft folglich darauf, dass der Ball möglichst viele Gäste zählt – die mit dem Eintrittspreis von immerhin 50 Euro pro Karte die gute Sache unterstützen wollen. Zumal nach seiner Erfahrung ein Programm wie das für 28. Mai geplante selten zu haben sei. „Wiener Walzer mit Chor, wo gibt es das schon?“, gibt er ein Beispiel. Dazu bündeln Liedertafel, Lions Club und Ballettschule ihre Kräfte – in beiden Vereine ist Sobirey aktiv, ebenso bei der Bürgerstiftung. Die Ballettschule leitet seine Frau. Mit dieser Euphorie möglichst viele weitere Bürger anzustecken, ist seine Hoffnung. Wäre da noch die Ball-Tombola: Die Preise sollen attraktiv sein, von der „sehr guten Falsche Wein“ bis hin zum 500-Euro-Einkaufsgutschein reichen. Und so viele Lose wie möglich sollen gewinnen, im besten Fall jedes zweite. (ahb)

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