Neustadt Ein weiterer Ungar für den SCN

Neustadt. Einen weiteren Neuzugang vermeldet Wasserball-Bundesligist SC Neustadt: Mit dem 19-jährigen Albert Barnabas kommt ein ehemaliger ungarischer Jugendnationalspieler an die Weinstraße.
„Er nimmt nach dem Abitur ein Jahr Auszeit, möchte hier Deutsch lernen und vielleicht in Neustadt sesshaft werden“, informiert SCN-Manager Michael Heinz. Barnabas wird zusammen mit dem 20-jährigen Abel Müller, ebenfalls ein Neuzugang aus Ungarn (wir berichteten), in einer Wohngemeinschaft wohnen. Allerdings hat Manager Heinz momentan mit organisatorischen Problemen zu kämpfen. „Wir sind zum ersten Mal seit Jahren mit der Herausforderung konfrontiert, dass wir jetzt zwei Wochen, mitten in der wichtigen Vorbereitungsphase, kein Schwimmbad zur Verfügung haben“, so Heinz. Während es in den vergangenen Jahren so war, dass die Wasserballer während der Umbauphase des Freibades im Schöntal zur Traglufthalle ins Hambacher Schwimmbad hatten ausweichen können, ist in diesem Jahr auch in Hambach die Saison bereits beendet. „Für uns eine kleine Katastrophe, denn die Runde beginnt Ende Oktober, und wir müssen nun auf zwölf Trainingseinheiten verzichten. Das ist besonders schwierig, weil wir viele Neuzugänge haben“, sagt Heinz. Auch Trainer Janusz Gogola runzelt besorgt die Stirn. „Das hat uns in diesem Jahr wie eine kalte Dusche getroffen. Wir werden in dieser Woche Laufeinheiten durchführen, nächste Woche in Leimen trainieren. Dann folgen noch Vorbereitungsspiele in Esslingen“, erklärt Gogola. Seine neue Mannschaft brauche vor allem Zeit. „Wir haben die Säulen Michael Knelangen im Tor, Kapitän Matthias Held, Routinier Stefan Ehrenklau, Laurence Tummings, Fernando Mongrell und David Csente. Aber die neuen Spieler müssen jetzt erst Fuß fassen“, so Gogola. Mit Bojan Matutinovic plant er in dieser Saison nur sparsam. Der Kroate sei jetzt in Irland tätig und werde voraussichtlich noch beruflich nach Südamerika reisen müssen. Es sei nicht zu erwarten, dass er besonders oft eingesetzt werden könne, bedauert Gogola. Matutinovic war in der abgelaufenen Saison Top-Torjäger und Spielmacher beim SCN. Als wichtige Verstärkungen sieht Gogola die beiden Linkshänder Martin Görge (von Vorwärts Ludwigshafen) und Kevin Oliveira (USA). „Damit können wir im Angriff mehr Druck aufbauen, werden unberechenbarer. Die beiden werden nicht nur über Rechtsaußen eingesetzt“, überlegt Gogola, der jetzt seine dritte Saison an der Weinstraße bestreitet und zu jedem Training und Spiel aus Frankfurt anreist. Improvisationen sei er ja inzwischen gewohnt. Sei es mit neuen Spielern oder ohne Wasserfläche auszukommen, sagt er schmunzelnd. Und hat bereits jetzt wieder ein kritisches Auge auf die Anwesenheitsliste seiner Spieler bei den „Trockeneinheiten“. „Einige Neulinge haben noch nicht oft am Training teilgenommen, teils wegen Verletzungen, teils weil sie noch nicht im Land sind. Das muss besser werden“, mahnt Gogola. (kle)