Neustadt Ein Sprungbrett in die Berufswelt der Medien
Auch wenn sich im Offenen Kanal (OK) seit vielen Jahren Jung und Alt ehrenamtlich engagieren, so ist es dennoch seit der Einführung der Ganztagsschule schwieriger geworden, junge Menschen dafür zu gewinnen. Viele Jugendliche, die Interesse am Filmen haben, stellen zudem heute lieber ihre eigenen kleinen Filme her und veröffentlichen diese auf YouTube.
Mit der Jugendkampagne „Bock auf Freizeitgestaltung de Luxe“, die durch einen Teil der Gelder aus dem Gewinn des Wettbewerbs „Google Impact Challenge“ (wir berichteten) finanziert wird, sollen gezielt junge Menschen angesprochen werden. Wer Lust hat auf ehrenamtliche Arbeit, aktives Vereinsleben, Teamarbeit, vielseitige Produktionen oder Studiodienst, ist jederzeit willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Interessierte jeden Alters sind gern gesehen. Für alle wird sich eine passende Aufgabe finden, so die Verantwortlichen des OK. Die Vorteile der Mitarbeit beim OK liegen für den stellvertretenen Vorsitzenden Daniel Lindenschmitt auf der Hand: „Zum einen steht unseren Mitarbeitern professionelle Technik zur Verfügung, zum anderen erlernen sie bei uns das nötige Wissen, mit dieser zu arbeiten.“ Insbesondere für junge Menschen, die einen Beruf in Richtung der Medien anstreben, kann sich die aktive Mitarbeit im OK als Sprungbrett in eine berufliche Laufbahn dieser Branche erweisen. Zumal die Offenen Kanäle gut miteinander vernetzt seien und so eine breite Basis an Wissen und Ansprechpartnern bieten würden. So werde ein Erfahrungsaustausch auch über die Grenzen des Haßlocher Studios ermöglicht. Das Bildungszentrum BürgerMedien (BZBM) bietet Interessierten zudem kostenlose Fortbildungen und Seminarangebote. Darüber hinaus trage das ehrenamtliche Engagement zur Persönlichkeitsentwicklung bei, so Lindenschmitt. Der OK verfüge über eine breite Vereinsbasis, bei der Jung und Alt Hand in Hand arbeiten und voneinander lernen. Und auch der Spaß komme nicht zu kurz, dafür sorgten regelmäßige Veranstaltungen wie das Grillfest und Vereinsausflüge. Die Produktionen im Studio und über lokale Veranstaltungen, die regelmäßigen Sendeformate und die Außenproduktionen erweiterten den Horizont, und man lerne nebenbei viele Menschen kennen, so Lindenschmitt.: „Teamarbeit ist das Stichwort, wobei neben der Arbeit der Spaß nie fehlt.“ Das unterscheide die Arbeit im OK von der Tätigkeit derer, die allein unterwegs seien, um Beiträge für die Medien herzustellen. „Und noch einen Pluspunkt sehe ich für den OK. Andere Vereine, wie Fußballvereine, gibt es in Haßloch mehrere. Aber Fernsehen machen hier nur wir“, so Lindenschmitt.