Neustadt Ehemalige mit Vorbildfunktion
Manche Ehemalige der Universität Landau-Koblenz erinnern sich gern an ihre Studienzeit und halten Kontakt zu ihrer früheren Hochschule. In der Festschrift zum 25. Jubiläum der Uni und in einer Ausstellung der Universitätsbibliothek werden 25 der Alumni (lateinisch für Zöglinge) und ihre weiteren Lebenswege vorgestellt. Dies bis zum 31. März kommenden Jahres.
An seine Studienzeit am Campus Landau Ende der 1990er Jahre denkt Hans-Joachim Perrey immer noch gerne zurück. Der heute promovierte 40-Jährige studierte die Fächerkombination Geschichte, Germanistik und Psychologie, die er 2002 mit dem Magister abschloss. Seitdem ist Perrey, der längere Zeit freier Mitarbeiter der Neustadter Lokalredaktion der RHEINPFALZ war, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BASF tätig. Von 2011 bis 2013 war er Pressesprecher des Ludwigshafener Standorts des Chemieunternehmens. Mit seinem Lebensweg nach dem Hochschulabschluss ist Perrey einer der 25 Ehemaligen und Alumni-Mitglieder, die in der Festschrift zum Gründungsjubiläum der Universität Koblenz-Landau und in der Ausstellung in der Universitätsbibliothek Landau mit ihrer Biografie vorgestellt werden. Heidemarie Komor, Referatsleiterin des Alumni-Netzwerkes der Ehemaligen erklärt: „Für Studierende der beiden Campi Koblenz und Landau ist es immer interessant zu sehen, was man nach dem Studium alles machen kann. Die Ehemaligen nehmen für sie dabei eine Vorbildfunktion ein.“ Deshalb habe man die 25 Alumni, deren Biografien vorgestellt werden, möglichst facettenreich ausgewählt. „Wir haben versucht alle Fachbereiche und Generationen abzudecken. Viele Ehemalige wollen auch nach ihrem Abschluss noch informiert bleiben, was an der Uni passiert und nehmen gerne Anteil daran“, erklärt Komor. Genau dafür sei das Alumni-Netzwerk der Universität Koblenz-Landau gedacht. „Wir nehmen die Ehemaligen in unsere Datenbank auf und versorgen sie in regelmäßigen Newslettern mit Informationen über das Geschehen an der Uni oder Veranstaltungshinweisen“, erläutert Komor das Vorgehen. Viele der Alumni zeigten außerdem Interesse daran, sich auch nach ihrem Studium noch an der Uni einzubringen, berichtet die Referatsleiterin. „Wir wollen künftig mehr Treffen von aktuellen und ehemaligen Studierenden organisieren, bei denen sich beide Seiten austauschen können“, kündigt Komor an. Dabei könnten die Studierenden Kontakte zu den Alumni knüpfen. Auch Perrey wollte nach seinem Abschluss den Kontakt zu seiner Alma Mater nicht gänzlich abbrechen und ist deshalb dem Alumni-Netzwerk beigetreten. „Ich wollte das Geschehen an der Uni weiterhin im Blick behalten“, erzählt er. Besonders der regionale Bezug und die überschaubare Größe der Uni hätten ihm immer gut gefallen. „Es herrschte immer eine angenehme Atmosphäre und war vor allem nicht so anonym.“ Mit seiner Zeit an der Landauer Hochschule verbindet der 40-Jährige aber noch aus einem anderen Grund sehr gute Erinnerungen. „Ich habe hier auch meine Frau kennengelernt“, schmunzelt der Pressesprecher. Es ist dies die Tochter des Lambrechter Stadtbürgermeisters. In der Festschrift und der Ausstellung ist auch eine angehende Alumni vertreten. Trotz ihres jungen Alters hat sie bereits einen beeindruckenden Lebenslauf vorzuweisen. Bei Lisa Ryzih handelt es sich nämlich um eine international bekannte und mehrfach ausgezeichnete Sportlerin. Die 27-jährige Mannheimerin ist Stabhochspringerin und war unter anderem Dritte bei der Europameisterschaft 2010, erreichte Platz sechs bei den Olympischen Spielen 2012 in London und gewann 2015 den Titel der Deutschen Hallenmeisterschaften. Neben ihrem sportlichen Engagement studiert Ryzih Psychologie und steht zurzeit kurz vor ihrem Diplom. Obwohl die 27-Jährige noch keine offizielle Alumni ist, hat Komor sie in die Riege der 25 Ehemaligen aufgenommen, die in der Ausstellung und der Festschrift vorgestellt werden. „Sie steht stellvertretend für all jene, die noch kommen werden“, erklärt sie. Mit ihrer Disziplin ist sie sicher auch ein gutes Vorbild für alle Studierenden. (soma)