Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Edenkoben: Ein Slevogt vom Speicher zu entdecken

Dieses bislang unbekannte Portrait von Max Slevogt ist jetzt in der Galerie Neumühle zu sehen.
Dieses bislang unbekannte Portrait von Max Slevogt ist jetzt in der Galerie Neumühle zu sehen. Foto: privat

Ein unvollendetes Porträt einer Dame aus dem 1903 gemalten Familienbild „Picknick“ von Max Slevogt steht im Zentrum der aktuellen Schau in der Galerie Neumühle in Edenkoben. Das großformatige Gemälde schlummerte jahrzehntelang unentdeckt auf dem Speicher einer Edenkobenerin.

EDENKOBEN.Ein Neffe, dem sie das Bild vor einigen Jahren vererbte, brachte es schließlich in die Neumühle. Auf der Suche nach den Hintergründen stießen die Galeristen Udo und Guido Ziegler auf eine geheimnisvolle Geschichte um die abgebildete Dame und ihr Verhältnis zu Slevogt. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll die Frau im rosé-braunen Kleid die beste Freundin von Nini Slevogt gewesen sein. Um eine Affäre mit Max Slevogt zu vertuschen, habe das begonnene Werk unversehens verschwinden müssen und sei so auf dem Speicher einer besten Freundin der besten Freundin vor seiner Gattin versteckt worden. Laut Guido Ziegler hat die Kunsthistorikerin und ausgewiesene Slevogt-Expertin Sigrun Paas das Bild als echten Slevogt identifiziert. Den Namen der unbekannten Schönen zu ermitteln, sei ihm bis heute nicht gelungen.

Des Weiteren sind in der aktuellen Schau „Verstorbene Pfälzer Maler“ Werke von Christel Abresch, Jakob Baqué, Max Bergmann, Heinz Brzoska, August Croissant, Otto Dill, Hanns Fay, Edvard Frank, Heinz Friedrich, Florian Frieling, Walter Gräber, Albert Haueisen, Ria Kern, Herbert Lorenz und Marie Strieffler zu sehen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung läuft bis 23. Februar in der Galerie Neumühle, Klosterstraße 173, in Edenkoben: Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags 10–12 und 15–18 Uhr, sonntags 15–17 Uhr. |srs

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