Neustadt Duell zweier Kellerkinder
«Neustadt.» Vielleicht hat der 4:1-Auswärtserfolg des SV Geinsheim am vergangenen Wochenende beim Tabellenschlusslicht der Fußball-Landesliga Ost, dem LSC Ludwigshafen, der Elf aus dem Gäu wieder Selbstvertrauen zurückgegeben. Das ist auch notwendig, wenn der Tabellendrittletzte am Sonntag, 15.30 Uhr, zu Hause auf der Sportanlage am Wäldchen gegen den um einen Platz und drei Zähler schlechter platzierten Tabellennachbarn FSV Schifferstadt antritt und er punkten will.
Vor zwei Jahren spielte der FSV nach seinem Aufstieg aus der Bezirksliga Vorderpfalz lange Zeit in der Spitzengruppe der Landesliga mit und schaffte es zum Schluss immerhin noch auf Platz sechs. Eine Saison später war offensichtlich der fußballerische Alltag eingekehrt: Ein elfter Rang war es dann im Mai 2018. Heuer steht Schifferstadt, mit nur drei Punkten nach elf Spielen, auf dem vorletzten Tabellenplatz, direkt hinter Geinsheim. Knapp mit 0:1 ging die jüngste Heimpartie des FSV gegen den TuS Altleiningen verloren. Für Geinsheim müsste nach dem Erfolgserlebnis in Ludwigshafen am Wochenende Zuversicht angesagt sein. Beide Partien der vergangenen Saison gegen den FSV hatte die Elf von Trainer Rudi Brendel für sich entschieden. In Schifferstadt landete sie einen 4:3-Sieg. Und zu Hause konnten die Geinsheimer mit 2:1 ebenfalls drei Punkte für sich verbuchen. Eine lösbare Aufgabe für die Gastgeber: Und Punkte sind für die Mannschaft von Trainer Rudi Brendel bitter nötig, damit sie wenigstens nach oben in der Tabelle schielen kann. Trotz des Sieges in Ludwigshafen belegt der SVG mit jetzt sechs Punkten weiterhin Platz 14. Es sind immer noch fünf Zähler Abstand zum Aufsteiger Kandel auf Rang 13. Jedenfalls, und das ist die gute Nachricht für die Geinsheimer, konnten Pascal Nebel und Fabijan Theobald jeweils zwei Treffer im LSC-Tor versenken. Ob speziell bei Torjäger Nebel die nicht zuletzt erklärbare Ladehemmung behoben ist, bleibt abzuwarten. Er war früher ein sicherer Garant für ein oder zwei Treffer in fast jedem Spiel und war in den vergangenen zwei Jahren sogar mit an der Spitze der Torjägerliste der Liga. SVG-Coach Rudi Brendel ist zuversichtlich und hat ganz klar die Marschrichtung für das Sonntagspiel ausgegeben: „Wir müssen den positiven Schwung vom Spiel gegen den LSC nutzen und eine Serie starten. Das heißt, ein Sieg zu Hause muss drin sein“, betont Brendel. Er kennt Schifferstadt gut. „Einige Stammspieler sind dort weggegangen“, weiß er. „Trotzdem, wir dürfen den FSV nicht unterschätzen. Und vor allem müssen wir einen frühen Rückstand vermeiden“, sind die weiteren Vorgaben des Geinsheimer Coaches. Lukas Manger wird in seinem Team fehlen. Er hat sich in Ludwigshafen verletzt. Ob Patrick Linzenmeier auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig vor dem Spiel entscheiden.