Neustadt Druck auf Oberbürgermeister
Der Ortsbeirat Hambach will Druck machen, um das Weindorf vom Verkehr vom und zum Hambacher Schloss bei Großveranstaltungen zu entlasten. Ihm schwebt beispielsweise ein Buspendelverkehr vor. Für eine Lösung soll sich Oberbürgermeister Hans Georg Löffler (CDU) als Mitglied im Stiftungsrat einsetzen.
Das Problem beschäftigt das Gremium seit Langem. Auch in der letzten Sitzung im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder die Lage skizziert. Jetzt wurde einmütig eine Strategie beschlossen, um zu erreichen, dass sich etwas bewegt. Vertreten im Ortsbeirat sind SPD, CDU, Grüne und FWG: In ihren Stadtratsfraktionen soll eine Verkehrsentlastung angesprochen werden, Ziel ist ein fraktionsübergreifender Antrag mit dem Auftrag für den Oberbürgermeister, etwas zu unternehmen. „Stadt und Stiftung sollen sich gemeinsam Gedanken machen“, war sich der Ortsbeirat einig, dass Hambach mit den Besucherströmen bei solchen Anlässen nicht allein gelassen werden dürfe. Da die Bauarbeiten auf dem Schlossgelände abgeschlossen seien, sei es Zeit, zu handeln. Damit verbunden waren zwei weitere Forderungen: die stark belasteten Straßen zum Schloss ab dem Autobahnzubringer zu sanieren und die Freiheitsstraße für den Durchgangsverkehr zu sperren. Zu oft komme es dort zu erheblichen Verkehrsproblemen, verursacht vor allem durch Autofahrer von außerhalb, die mit solch beengten Verhältnissen wenig Erfahrung hätten. Darüberhinaus informierte der für den Verkehr zuständige stellvertretende Ortsvorsteher Pascal Bender (SPD), dass mit den Anliegern am Schieferkopf eine einvernehmliche Lösung gefunden worden sei. Sie hätten sich bereiterklärt, die aktuelle Situation zu akzeptieren, wenn das in der Straße geltende Durchfahrtsverbot stärker optisch herausgestellt werde, wie durch eine Linie. Darüber werde mit dem Ordnungsamt gesprochen, so Bender. Andererseits hätten die Betroffenen auch eingeräumt, dass vor allem Einheimische das Verbot nicht beachten würden. Das neue Sicherheitskonzept für die Jakobuskerwe stellte Ortsvorsteherin Gerda Bolz (CDU) vor. Es war notwendig geworden, weil die Stadt im vergangenen Jahr erhebliche Sicherheitsbedenken hatte: Die Weinstraße war an einigen Stellen wegen der Stände oder Bierzeltgarnituren nicht mehr ausreichend breit, damit Rettungsfahrzeuge ungehindert hätten durchfahren können. Anhand eines neuen Lageplans für 2016 erläuterte Bolz, dass nun überall die Mindestbreite von 3,50 Meter erreicht werde. Zudem sei in der Weinstraße abwärts aus Richtung Bildgasse noch Platz für neue Beschicker. Der Ortsbeirat entschied sich für zwei Stände mit Pfälzer Produkten und gefrorenem Joghurt. Wegen des Ausbaus der Dammstraße hatte der Ortsbeirat Ende 2015 eine Bürgerinformationsveranstaltung durch die Stadt gefordert. Voraussichtlicher Termin ist Bolz zufolge der 14. April. (ahb) Interview