Neustadt Drei Kilometer Akten

Hier geht’s zur Schatzkammer: Zum Jubiläumsjahr hat das Firmenarchiv der BASF, das drei Jahre ein Dasein in Containern fristete, neue Räumlichkeiten im Besucherzentrum bezogen. Erstmals sind Teile der Objektsammlung auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
Beim Zugang zur „Schatzkammer“ in der dritten Etage öffnet sich wie von Zauberhand eine Glastür. Dann geht es über einen 70 Meter langen gläsernen Steg zum Firmenarchiv. Hier liegen in einer großen Vitrine Produkte aus BASF-Materialien und aus der Firmengeschichte. Das eigentliche Archiv befindet sich eine Etage tiefer. Von der „Schatzkammer“ sieht man hinunter auf die Arbeitsplätze für Benutzer in einem hellen, großzügigen Raum. Eine große Panoramascheibe gibt den Blick in einen Lagerraum mit Archivalien frei. Neben drei Schreibtischen stehen hier auch noch zwei bequeme Sessel für die intensive Lektüre bereit. An Lesestoff mangelt es im BASF-Archiv nicht. Drei Kilometer lang ist der Aktenbestand, hinzu kommen noch 30.000 Fotos und 1500 Objekte, darunter Gemälde, aber auch ein großes Buch aus Styropor, Stühle aus Kunststoff oder ein Teddybär mit eingesticktem Firmen-Logo auf der Pfote. Das Unternehmensarchiv gibt es seit der Mitte der 50er Jahre. Im Schnitt recherchieren jährlich 30 Benutzer vor Ort, darunter Wissenschaftler, aber auch Privatleute. Außerdem beantworten die vier Archivare rund 1000 Anfragen.