Neustadt Diedesfeld: Ortsvorsteher-Kandidatin Sabine Baßler stellt sich vor

Sabine Baßler ist seit elf Jahren in der Kommunalpolitik.
Sabine Baßler ist seit elf Jahren in der Kommunalpolitik. Foto: Mehn

Die Diedesfelder werden am Sonntag, 10. November, erneut zur Wahlurne gebeten. Gesucht wird ein neuer Ortsvorsteher, da der am 25. Mai gewählte FWG-Mann Stefan Krumm-Dudenhausen sein Amt nicht antreten kann – wegen seiner Tätigkeit bei der städtischen Tourist, Kongress und Saalbau GmbH. Nach reiflicher Überlegung hat Sabine Baßler ihren Hut in den Ring geworfen.

„Es ist ein Ehrenamt, das mit viel Zeit und Verwaltungsarbeit verbunden ist“, sagt die 53-jährige Christdemokratin. Zumal der Handlungsspielraum eingeschränkt sei, weil vieles mit der Stadt abgestimmt werden müsse. Sie habe deshalb hin und her überlegt, ob sie das Amt übernehmen möchte. Letztlich habe ihr Herz entschieden. Sie sei in dem Dorf fest verwurzelt und wolle es voranbringen. Nicht nur als Mitglied des Ortsbeirats, in dem sie seit 2008 vertreten ist, sondern als Ortschefin.

Baßler, Mutter zweier Kinder, wurde bereits im Elternhaus vorgelebt, sich zu engagieren. Ihr Vater war nicht Mitglied im Ortsbeirat und in zahlreichen Vereinen aktiv. Baßler tat es ihm gleich. Sie engagierte sich bei der katholischen Jugend, bei den Pfälzer Weinkehlchen und beim Turn- und Sportverein. Als Jugendliche trat sie der Jungen Union bei, bevor sie 1989 in den Neustadter Stadtrat gewählt wurde.

Ende der 80er-Jahre zur Weinhoheit gewählt

Schon in anderer Position machte sich die Diedesfelderin in der Region einen Namen, damals noch unter ihrem Mädchennamen Stortz. Aufgewachsen in einem Weingut, wurde sie 1988 zur Weinhoheit des Dorfes gewählt. Ein Jahr später ergatterte sie gar die Krone der Pfälzischen Weinprinzessin. „Ich finde es schön, mit den Menschen in Dialog zu treten“, sagt Baßler, die Weingenießern insbesondere einen Sauvignon blanc empfehlen würde. „Der Duft lässt einen an eine frisch gemähte Wiese erinnern“, sagt Baßler, die viel Zeit in der Natur verbringe.

Packte die 53-Jährige früher in der Familie als älteste von drei Winzertöchtern in den Weinbergen mit an, ist sie heute in ihrer Freizeit meist im Garten zu finden. Dort könne sie dem Alltagsstress entfliehen, sagt sie. Beruflich hatte Baßler lange mit Zahlen zu tun. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau setzte sie ein Studium zur Sparkassenfachwirtin drauf. Heute organisiert sie das Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Dirk Herber aus Mußbach.

Kompromisse müssen eingegangen werden

Sie gehe zwar für die CDU ins Rennen, die Parteizugehörigkeit spiele auf kommunaler Ebene jedoch eine kleine Rolle. Es müsse zum Wohl der Dorfbewohner gehandelt werden, die eine enge Zusammenarbeit der Ratsmitglieder, und zwar über die Parteigrenzen hinweg, voraussetze. „Da muss man auch Kompromisse eingehen“, sagt die 53-Jährige. Sie möchte unter anderem den Dorfplatz in Diedesfeld aufwerten. „Wegen fehlender Infrastruktur kann er nicht so genutzt werden, wie er sollte“, so Baßler. So solle beispielsweise eine Abwassermöglichkeit geschaffen werden.

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