Neustadt Demo: Kurden prangern Gewalt in Syrien an

Die Demonstranten auf dem Hetzelplatz.
Die Demonstranten auf dem Hetzelplatz.

Demo auf dem Hetzelplatz: Rund 70, 80 Mitglieder der kurdischen Gemeinschaft Neustadts haben sich am frühen Dienstagabend zu einer Kundgebung versammelt. Mit Fahnen, Transparenten und Fotos machten sie auf sich aufmerksam. Die Reden und Schlachtrufe waren überwiegend nicht auf Deutsch – konnten von Passanten also nicht verstanden werden. Kommunaler Vollzugsdienst und Polizei waren vor Ort und achteten auf die Einhaltung der Spielregeln rund um die Demo. Es verlief alles ruhig. Im Vorfeld hatte die Gruppe ihre Kundgebung angekündigt und mitgeteilt, dass sie auf „Angriffe von Regierungsarmee und islamistischen Milizen auf zwei kurdische Vororte von Aleppo“ und dabei begangene Gräueltaten hinweisen wolle. Die Demo solle genutzt werden, um „Wut und Trauer Ausdruck zu verleihen“. Syrien sei ein multiethnisches Land. Eine friedliche Zukunft sei nur möglich, wenn diese Vielfalt geschützt werde. Eine Rednerin sprach auf Deutsch und wies auf Verstöße gegen die Menschenwürde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hin. Sie appellierte an die EU und die Bundesregierung, aufgrund dieser Gewalt die seit einem Jahr amtierende syrische Regierung nicht mehr zu unterstützen.

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