Neustadt
Deidesheim: Wissenschaftler diskutieren über Qualitätstourismus
Wie weit darf der Tourismus gehen, ohne dass Natur und Einheimische darunter leiden? Mit diesem Thema beschäftigen sich nicht nur die Praktiker vor Ort, sondern auch Wissenschaftler. Von 23. bis 25. Oktober treffen sich Vertreter verschiedener Hochschule zu einer Tagung in Deidesheim. An einem Abend ist auch die Öffentlichkeit eingeladen.
Dass die Schönheit von Landschaft und Städten nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch sein kann, ist mittlerweile an vielen Orten zu sehen. Gleichzeitig versuchen die Touristiker vor Ort gegenzusteuern. Qualitätstourismus und Nachhaltigkeit sind große Themen, und sie stehen auch bei den vierten „Deidesheimer Gesprächen zur Tourismuswissenschaft“ im Mittelpunkt. Vom 23. bis 15. Oktober kommen 13 Vertreter verschiedener deutscher Hochschule nach Deidesheim, um darüber zu diskutieren. Federführend ist dabei das Institut für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste, das von dem Deidesheimer Professor Bernd Eisenstein geleitet wird und mit dem die Stadt Deidesheim seit vielen Jahren kooperiert. Alle zwei Jahre findet dieses Treffen statt, dieses Mal zum vierten Mal.
Umfrage wird vorgestellt
Eingeladen ist dieses Mal auch die Öffentlichkeit. Nach den Gesprächen in geschlossener Runde wird es am Donnerstag, 24. Oktober (Hotel Ritter von Böhl, 18 Uhr) eine kurze Präsentation der Gesprächsergebnisse geben. Dabei geht es um Themen wie Naturerlebnis im Tourismus und Nachhaltigkeit. Außerdem wird eine Einwohnerbefragung vorgestellt zu dem Thema „Lebensqualität, Zufriedenheit und Tourismus in Deidesheim“. Das Institut für Management und Tourismus habe diese repräsentative Befragung in Deidesheim, Bad Essen (Niedersachsen) und Meldorf (Schleswig-Holstein) durchgeführt, erklärte Stefan Wemhoener, Leiter der Tourist Service GmbH in Deidesheim. Es gehe darum, wie die Einwohner einer Stadt Stärken und Schwächen des Tourismus sähen. „Wir haben ja in den Regel den Gast im Blick, hier soll ganz bewusst eine andere Sichtweise in den Focus gerückt werden“, erklärt Wemhoener. Schließlich sei ein wichtiger Punkt der Cittàslow-Philosophie auch der Austausch zwischen Gästen und Einwohnern. Deidesheim gehört der Cittàslow-Vereinigung (città slow heißt übersetzt langsame Stadt) seit zehn Jahren an, und Bürgermeister Manfred Dörr ist Präsident des Deutschen Netzwerks.
An dem Abend sollen die Ergebnisse der Einwohnerbefragung vorgestellt und diskutiert werden.
Termin
Vortrag und Diskussion zum Thema Qualitätstourismus in der Urlaubsregion Deidesheim am Donnerstag, 24. Oktober, 18 Uhr, Hotel Ritter von Böhl.