Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Deidesheim: Kammermusikreihe in der Spitalkirche erwischt einen guten Start

Das Alte-Musik-Ensemble „Les goûts-réunis“ aus Köln und Ettlingen präsentierte erlesene Barockmusik aus England und Deutschland.
Das Alte-Musik-Ensemble »Les goûts-réunis« aus Köln und Ettlingen präsentierte erlesene Barockmusik aus England und Deutschland.

Ein voller Erfolg war nicht nur nach Einschätzung der Veranstalter Auftakt der neuen Kammermusikreihe am Samstag in der historischen Kapelle des Bürgerhospitals Deidesheim. Das Alte-Musik-Ensemble „Les goûts-réunis“ aus Köln und Ettlingen präsentierte erlesene Barockmusik aus England und Deutschland – von größtenteils eher unbekannten Meistern.

Der deutsch-argentinische Block- und Traversflötist Manfredo Zimmermann, die Blockflötistin Felicitas von Schierstaedt, der Gambist Torben Klaes und die Cembalistin Yuko Inoue bauten gleich eingangs mit der „Lachrime Pavan“ von Johann Schop, bei der Klänge aus verschiedenen Richtungen die rund 70 Besucher umschmeichelten, eine besondere Atmosphäre auf. Zimmermann führte dabei auch mit heiteren Anekdoten und Hintergrundwissen durchs Programm und berichtete u. a. von dem Engländer Tobias Hume, der sowohl Soldat als auch Komponist war. Das Konzert endete mit dem Trio C-Dur für Traversflöte, Blockflöte und Continuo von Johann J. Quantz, dem Flötenlehrer Friedrichs des Großen. Als Zugabe spielte das Ensemble ein ruhiges „Grave“ von Händel. „Akustik und Atmosphäre der Kapelle passen hervorragend zu der Musik aus der Zeit ihrer Erbauung, alles wirkt sehr authentisch“, zeigt sich die Deidesheimer Cellistin Charlotte Lettenbauer, Initiatorin und musikalische Leiterin der Reihe, nach dem Konzert begeistert. Auch Musikerkollegen aus der näheren und weiteren Region zeigten sich vom Deidesheimer Konzept sehr angetan. „Wir werden musikalische Netzwerke knüpfen, uns bei Konzerten gegenseitig unterstützen und auch terminlich abzusprechen“, kündigt Lettenbauer als Ausblick auf ein erweitertes musikalisches Angebot nächstes Jahr durch die Zusammenarbeit mit anderen kammermusikalischen Reihen der Region an.

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