Nachklapp RHEINPFALZ Plus Artikel Deidesheim/Hassloch: Überlegungen zur Silvesterfeier

Müll nach der Silvesternacht.
Müll nach der Silvesternacht. Foto: Linzmeier-Mehn

Silvester: Anregung aus Deidesheim?

Viel ist diskutiert worden über Feinstaub, Lärm und Gesundheitsrisiken durch das Silvesterfeuerwerk. Viel geändert hat sich offenbar nicht dadurch. Jedenfalls hat die Böllerei die Feinstaub-Werte an mehreren Stellen in Rheinland-Pfalz stark in die Höhe getrieben. Ob an einzelnen Stellen nicht doch weniger Raketen in den Himmel geschossen worden sind? Man weiß es nicht.

Sicher ist: In Deidesheim gibt es seit vielen Jahren einen öffentlichen Sektempfang in der Silvesternacht. Das ist doch eine wirklich nette Art, das neue Jahr zu begrüßen. Da kann jeder hinkommen, und der Sekt wird sogar gespendet. Mal abgesehen von der Spende, die im Falle Deidesheims von den Wein- und Sektgütern kommt: Wäre das nicht ein Ansatz auch für andere Gemeinden? Einfach um 24 Uhr zusammenkommen und gemeinsam auf das neue Jahr anstoßen? Wenn es gar nicht ohne Böller geht, könnte man das ja bei so einem Treffen zumindest auf einen Standort konzentrieren, wodurch das Feuerwerk sicher eindrucksvoller wäre, Feinstaubbelastung, Gesundheitsrisiko, Verletzungsgefahr und Müll aber geringer.

Insgesamt betrachtet hielten sich die Einsätze der Feuerwehr in der Silvesternacht zwar in Grenzen. In Haßloch allerdings nicht. Da mussten die Einsatzkräfte etliche Male ausrücken, um Brände zu löschen. Erst um 2.30 Uhr waren alle Löscharbeiten beendet, und die Feuerwehrleute konnten wieder nach Hause. Ob sie da noch wirklich in Feierstimmung waren?

Mehr zum Thema
x