Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Deidesheim: Funkstille im Streit um Zufahrt zu Turnerehrenmal

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Im Konflikt zwischen der Stadt Deidesheim und dem Turngau Rhein-Limburg wegen der Zufahrt zum Turnerehrenmal oberhalb der Stadt und der nahe gelegenen Alois-Jung-Hütte herrscht zurzeit Funkstille. Im Februar will der Turngau das Gespräch suchen.

Grund des Konflikts ist ein Schild am Waldrand, das die Weiterfahrt untersagt und vor etwa zweieinhalb Jahren aufgestellt wurde. Der Turngau nutzt den Weg, um sein nahe dem Turnerehrenmal gelegenes Haus zu erreichen. Dort finden Lehrgänge statt und einmal im Jahr, an Christi Himmelfahrt, das Bergturnfest des Turngaus Rhein-Limburg. Der Waldweg wird außerdem von den Gästen der Wallberghütte genutzt. Durch das Schild jedoch sei die Nutzung der beiden Häuser extrem erschwert worden, kritisierte Walter Benz, Vorsitzender des Turngaus Rhein-Limburg, im vergangenen Jahr gegenüber der RHEINPFALZ. Der Verein bot der Stadt deshalb das Turnerehrenmal zum Verkauf an. Kostenpunkt: 400.000 Euro.

„Regelmäßige Pflege“

Der Stadtrat habe das abgelehnt, informierte der Deidesheimer Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) auf Anfrage. Seither habe er nichts mehr gehört. Der Weg werde wie alle Waldwege regelmäßig gepflegt und ausgebessert. Mit dem Wirt der Wallberghütte sei außerdem vereinbart, dass dieser sich meldet, wenn der Weg größere Schlaglöcher aufweist. Dörr betont jedoch, dass es sich um einen Waldweg handele, nicht um eine Straße. Autofahrer müssten Fahrten deshalb beim Förster anmelden. Die Regelung sei bereits gerichtlich überprüft und für rechtens erklärt worden.

Benz ist indes weiter davon überzeugt, dass es ein „Gewohnheitsrecht“ gebe, zur Hütte hochzufahren. „Das Ganze muss beredet werden“, betont er.

Das Turnerehrenmal ist 1928 eingeweiht worden und erinnert an die 1018 Mitglieder des Turngaus Rhein-Limburg, die im Ersten Weltkrieg fielen. Das Sportgelände in der Nähe wurde 1926 fertig gestellt.

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