Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Deidesheim: Flexiblere Trainingszeiten gewünscht

Placeholder-Image

Wie sieht die zukünftige Sportentwicklung in der Verbandsgemeinde Deidesheim aus, was sind die favorisierten Sportarten und welche Sportstätten werden benötigt? Ein Sportentwicklungskonzept soll diese Fragen klären und mögliche Handlungsmaßnahmen aufzeigen.

Dazu werden der Zustand und die Auslastung der Sportstätten erfasst und in einer Befragung geben Vereine, Schulen und Sporttreibende zur aktuellen Situation Feedback und Anregungen. Zur Entwicklung des Sportkonzepts wurde im vergangenen Jahr das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) beauftragt. Projektleiter Stefan Henn stellte dem Verbandsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erste Ergebnisse der Befragung vor.

1200 Einwohner ausgewählt

Für die Stichprobe wurden 1200 Einwohner im Zufallsverfahren aus den Daten des Einwohnermeldeamts ausgewählt und mit einem Fragebogen angeschrieben. Die Rückgabefrist war zunächst auf drei Wochen angesetzt, musste jedoch wegen des dürftigen Rücklaufs um zwei Wochen verlängert werden. Zur Auswertung kamen 193 ausgefüllte Fragebögen zurück. Das entspricht einer Rücklaufquote von 16 Prozent. „Die Beteiligung hätte gerne höher ausfallen können“, sagte Henn. Die Aussagekraft sei dennoch vertretbar.

Zweidrittel der Bürger in der Verbandsgemeinde sind regelmäßig sportlich aktiv. Dabei motiviert sie überwiegend der Spaß an Sport und Bewegung, gefolgt von gesundheitlichen Gründen. Es überwiegen Freizeitsportarten wie Radfahren, Wandern, Joggen. Wettkampfsport ist weniger gefragt. Gewünscht wurden flexiblere Trainingszeiten, wohnortnahe Sportangebote und Kurzmitgliedschaften, beispielsweise mit einer 10er-Karte. Rund 45 Prozent der Bürger sind Mitglied eines Sportvereins. Hier spielen neben dem Spaß auch soziale Faktoren und das Zusammengehörigkeitsgefühl eine Rolle. Die Zufriedenheit mit der Sportstättensituation ist mittelmäßig. Sanierungsbedarf sehen die meisten bei den Sporthallen und dem Schwimmbad.

Rücklaufquote bei 97 Prozent

Weiter wurden 32 Vereine und Abteilungen befragt. Die Rücklaufquote lag hier bei 97 Prozent. Der laufende Unterhalt der Sportstätten ist für die Vereine das dringlichste Thema und kommt noch vor dem Gewinn neuer Mitglieder. Man wünscht sich von den Mitgliedern mehr Unterstützung in der Vereinsarbeit sowie Ideen und Anregungen zur Angebotsentwicklung. Engpässe gebe es überwiegend im Sporthallenbereich.

Für den Abschlussbericht stehen noch zwei Sportgespräche aus. Auch die Auslastungs- und Dokumentenanalyse sei noch in der Arbeit, so Henn. Das Ergebnis der Studie wird dem Ausschuss für Senioren, Soziales und Sport am 11. November und dem Verbandsgemeinderat am 12. Dezember präsentiert.

x