Deidesheim Deidesheim: Auch die „Intonation“ muss wegen Corona vorzeitig abbrechen

Die formschönen Keramikskulpturen von Friederike Zeit kann man auch übers Jahr in Deidesheim bewundern, die Arbeiten der anderen
Die formschönen Keramikskulpturen von Friederike Zeit kann man auch übers Jahr in Deidesheim bewundern, die Arbeiten der anderen »Intonation«-Teilnehmer reisen nun aber wieder in ihre Heimat.

Die 16. Auflage der Intonation ist bereits Geschichte – früher als geplant. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, hatten schlaflose Nächte“, sagt Gastgeberin und Initiatorin Friederike Zeit. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz sei es die richtige, weil verantwortungsvolle Entscheidung. Die für das kommende Wochenende geplante Abschlussausstellung im Zeit’schen Atelier und in der ehemaligen Synagoge sind infolge der Corona-Pandemie ebenso gestrichen wie die Präsentationen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler.

„Die 16. Intonation wird uns immer in Erinnerung bleiben“, sagt Zeit am Dienstagnachmittag, während sie am Telefon sitzt, um Umbuchungen zu organisieren. Bereits bei der Anreise der Teilnehmer am Freitag ging es turbulent zu: Hasan Şahbaz, ein Kollege aus der Türkei, hatte seine Anreise kurzfristig storniert, weil es ihm zu heikel erschien, ob er danach wieder in die Heimat zurückreisen kann; für ihn ist eine Künstlerin aus Halle an der Saale eingesprungen, die junge Deutsche Sarah Bartmann. Dann kam die nächste Absage: die Schwedin Inger Sødergren hatte zwar schon einige Arbeiten auf die Reise nach Deidesheim geschickt, dann aber entschieden, selbst lieber daheim zu bleiben. Ihren Platz nahm dann die Lettin Aisté Kalvelyté – und reiste am Montag so kurzfristig wieder ab, dass es ihr gerade noch heimzukommen gelang – eine halbe Stunde später machte die Grenze zu. Blieben also noch die Gastgeber, Friederike Zeit und ihr Mann Svein Narum und ihre Gäste Julen Ussia aus Spanien, die Französin Clémentine Dupré, Sarah Bartmann und Anna Dorothea Klug aus Leipzig, die die vergangenen drei Tage für intensive Arbeit nutzten – „eine verdammt kurze, aber wunderschöne Zeit“, so Zeit. Am Dienstag nun hieß es also Koffer packen und nach Möglichkeit die Heimreise antreten. „Es ist, wie es ist, andere Menschen hat’s schlimmer getroffen“, resümiert Zeit über das bislang kürzeste internationale Künstlersymposium in Deidesheim.

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