Neustadt Debüt für Trainer Trapp

NEUSTADT. Für Fußball-Verbandsligist VfL Neustadt findet die Rückrunde morgen, 15 Uhr, beim ASV Fußgönheim ihre Fortsetzung. Entscheidend für einen Erfolg wird sein, ob es dem neuen Trainer Wolfgang Trapp gelungen ist, in der Vorbereitung aus dem stark veränderten Kader eine Einheit zu formen.
Nachdem die Unstimmigkeiten im Verein und dabei besonders das angespannte Verhältnis zwischen Erster und Zweiter Mannschaft im vergangenen Herbst mehr Gesprächsstoff als die Spiele lieferten, hat sich Trapp zunächst einmal darum gekümmert, im Umfeld für mehr Ruhe zu sorgen. „Die erste Maßnahme nach meinem Amtsantritt war, mich mit den Mannschaftsräten beider Teams an einen Tisch zu setzen und ihnen mitzuteilen, dass es so nicht weitergeht. Erste und zweite Garnitur müssen sich gegenseitig helfen“, blickt Trapp zurück. Inzwischen habe sich die Situation entspannt. Dies sei bereits beim RHEINPFALZ-Hallenturnier, bei dem der VfL mit einer Kombination aus Verbandsliga- und A-Klasse-Spielern antrat, zu sehen gewesen. In der Vorbereitungszeit gab es Licht und Schatten. „Ich habe einige gute Ansätze gesehen, aber vieles ist auch noch verbesserungswürdig“, bilanziert der neue Neustadter Coach. Er traue seinem Team jedoch zu, im Abstiegskampf zu bestehen und auch in Fußgönheim zu gewinnen. „Unser Ziel ist ein Sieg, aber auch mit einem Unentschieden könnte ich leben“, so Trapp. Der Start mit drei Auswärtsspielen in Folge sei nicht einfach. Auf ein Spielsystem wolle er sich noch nicht festlegen. „Es hängt immer davon ab, welche Spieler zur Verfügung stehen. Klar ist für mich allerdings, dass wir unser Augenmerk zunächst einmal auf die Defensive legen. Mit Libero werden wir aber sicher nicht spielen“, erklärt der ehemalige Amateurnationalspieler. Fehlen werden im Kader, den in der Winterpause sechs Spieler verließen, aber zu dem auch fünf Zugänge stießen, mit Maximilian Rufe und Öugür Uzungelis zwei der neu verpflichteten Spieler, weshalb von der zweiten Garnitur Daniel Neu mit nach Fußgönheim fahren wird. „Ich möchte die zweite Mannschaft aber nicht zu sehr schwächen, wenn die selbst ein Spiel hat“, stellt Trapp klar. Verzichten muss er beim Neuaufbau auch auf den bisherigen Co-Trainer Milan Hegler, der sein Engagement an der Haidmühle ebenfalls beendete. Langfristig teile er die Philosophie, Talente aus der Region, die sich in einer höheren Spielklasse versuchen wollen, zu verpflichten. Dies sei zwar schon seit längerer Zeit geplant, aber nicht umgesetzt worden, was sich aber mit ihm ändern solle. Positiv blickt Trapp übrigens auf seine viereinhalb Jahre als Trainer des VfL Duttweiler zurück. „Das war eine schöne Zeit in einem tollen Umfeld. Auch der Wechsel im Winter ist absolut professionell verlaufen“, äußert sich der Coach. Duttweiler werde ihm weiter am Herzen liegen. Die Stärke Fußgönheims einzuschätzen, fällt schwer. Christian Schäfer hat sein Traineramt am 16. November nach dem 1:1 beim LSC niedergelegt. Mit einem 4:1-Sieg zwei Wochen später beim FK Pirmasens II ließ die Mannschaft jedoch aufhorchen. Interessant ist, dass sich sowohl der VfL als auch Fußgönheim im Winter jeweils mit einem früheren Profi verstärkten. So ist man beim VfL auf das Debüt des vom türkischen Drittligisten Ofspor verpflichteten Serkan Toker (21) ebenso gespannt wie beim ASV auf den ersten Einsatz des von der TSG Pfeddersheim gekommenen Philipp Stiller (24). Er kann Erfahrung aus drei Drittliga-, 62 Regionalliga- und neun Oberligaspielen sowie zwei Einsätzen für KAS Eupen in der zweiten belgischen Liga vorweisen.