Neustadt „Das nötige Herzblut ist Voraussetzung“

Im Museum des 1. FC Kaiserslautern in der Barbarossastadt startet heute eine Reihe offener Führungen. Unter dem Motto „Fans führen Fans“ zeigen Mitglieder des Fördervereins Initiative Leidenschaft den Besuchern ihre ganz privaten Höhepunkte im Vereins-Museum. Nina Schellhas sprach mit dem FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf, der aus Wachenheim stammt, über das Projekt.
Bei der offenen Führung muss man sich nicht vorher anmelden. Man kann einfach kommen und teilnehmen. Die Führung durch das Museum kostet sechs Euro für Erwachsene, der Preis für FCK-Mitglieder und Leute mit Ermäßigung liegt bei vier Euro, für Kinder bis sechs Jahre ist die Führung kostenlos. Sind diese Führungen neu, oder gibt es sie schon länger? Führungen durch das Museum gibt es schon lange. In dieser Art, ohne vorherige Anmeldung, bisher allerdings noch nicht. Bisher gab es nur offene Stadionführungen, aber keine speziellen Touren durch das Museum. Der Gedanke dahinter ist, dass möglichst viele Fans das FCK-Museum besichtigen können. Die Guides kommen aus dem Förderverein Initiative Leidenschaft. Nach welchen Kriterien wurden sie ausgewählt? Und sind die geplanten Führungen einmalig oder sollen sie künftig regelmäßig stattfinden? Die Führungen werden von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins angeboten. Jeder Guide verbindet als Fan und Sammler seine eigene Geschichte mit dem Verein und setzt persönliche Schwerpunkte. Es gibt verschiedene Guides, die sich intensiv mit der Geschichte des Vereins und den ausgestellten Exponaten beschäftigt haben. Ein Interesse an der Vereinsgeschichte des FCK und das nötige Herzblut für den Verein sind natürlich Grundvoraussetzung. Die Führungen sollen künftig regelmäßig stattfinden. Welche Schwerpunkte sollen bei diesen offenen Führungen gesetzt werden? Was soll den Fans vermittelt werden? Die Führung bietet einen Rundgang durch die Vergangenheit des Vereins. Vermittelt werden sollen die traditionsreiche Geschichte des FCK und seine Einzigartigkeit. Dann gibt es da auch noch die Dauerausstellung „work in progress“, die Sie als „begehbaren Sammelaufruf“ an die Fans bezeichnen. Was ist damit gemeint? Darf jeder seine Erinnerungen an den FCK mitbringen und die werden dann später in der Ausstellung gezeigt? Das FCK-Museum lebt von der Teilnahme seiner Fans. Jeder kann Objekte zur Verfügung stellen, auch wenn natürlich nicht alles ausgestellt werden kann. Dargestellt wird auch der unmittelbare Bezug der Fans zu ihren Objekten. Fans – Leihgeber wie Schenkende – stellen ihre Sammlung oder Einzelobjekte und sich selbst in einem Kurzporträt vor, erklären ihre Verbindung zum FCK und die Beweggründe ihrer Sammelleidenschaft. Ich nehme an, das dient in erster Linie zur Einbindung der Fans in das Museumsprojekt? Wir wollen vor allem die FCK-Geschichte darstellen, keiner kann das besser als die, die sie erlebt haben.