Neustadt Das Jesuskind in einer Walnuss

Schnecken-Plüschtiere als Preise weisen auf das Cittaslow-Projekt hin.
Schnecken-Plüschtiere als Preise weisen auf das Cittaslow-Projekt hin.

Zehn Preisträger der Kinder-Krippenausstellung des Deidesheimer Advents wurden gestern ausgezeichnet. Den ersten Platz machte die „Bärengruppe“ des Niederkirchener Kindergartens. Die fünf Kinder hatten wertstofffreie und Naturmaterialien für ihre Krippe genutzt, die besonders „für Fünfjährige eine tolle Leistung“ sei, wie Stadtbürgermeister Manfred Dörr betonte.

In den vergangenen Jahren hatte stets die Bilinguale Grundschule Deidesheim die Ausstellung gewonnen. „Normalerweise hatten wir einen Seriensieger“, sagte Dörr und lachte. Diesmal landete die Klasse 3b der Grundschule, die Materialien aus dem Alltag der Kinder beim Krippenbau verwendet hatte, auf dem zweiten Platz. Vor allem ihre Gemeinschaftsarbeit habe die Weihnachtsmarkt-Besucher beeindruckt, sagte der Stadtbürgermeister. Rund 450 Gäste des Marktes hätten die Krippen in der Wichtelstube bewertet. An den Deidesheimer Kindertreff ging der dritte Preis. Die Sechs- bis Zehnjährigen hatten Figuren aus Ton gefertigt und teilweise glasiert. Die Geschwister Nadin und Bohan Alskhita aus Syrien waren im Wald unterwegs und haben gesammelt. „Alles, was sie dort fanden, haben sie in ihrer Krippe verbaut“, erzählte Dörr. Hinzu kamen Materialien aus Omas Bastelkiste. Dafür gab’s gestern den vierten Preis. Der fünfte ging an Amelie Salat aus Deidesheim, die ihre Krippenfiguren aus Salzteig bastelte und eine Holzkiste als Höhle für die Heilige Familie mit Tannen-, Olivenzweigen und Rebknorzen auskleidete. Die Figuren hat Amelie um eine Wutz und eine Schnecke ergänzt. Letzteres lobte der Stadtbürgermeister besonders als Verweis auf die Deidesheimer Beteiligung am Projekt Cittaslow, das eine Verbesserung der Lebensqualität in Städten zum Ziel hat. Die Deidesheimerin Marlene Braun hatte Maria, Josef und Jesuskind mit Acrylfarbe und Windowcolor-Farben dargestellt. Sie erreichte den sechsten Platz. Siebte wurde Antonia Braun aus Deidesheim, die ihre Figuren aus Modelliermasse mit Acrylfarben bemalt hatte. Platz acht bis zehn gingen an die Deidesheimer Schwestern Mia, Minou und Malu Miller, die Miniaturkrippen gebastelt hatten. Bei Mia war es ein Scherenschnitt in einer kleinen Schachtel, Minou hatte Erdnüsse benutzt und Malu ihre Krippe in einer Walnussschale gebastelt. Zudem zeichnete die Weihnachtsmarkt-Kommission gestern drei Beschicker aus: Inge Hafner aus Deidesheim, die laut Dörr mit ihrem Dampfnudelstand seit vielen Jahren eine feste Größe beim Advent ist, den Mannheimer Konrad Friedmann, bei dessen Stand das einheitliche Erscheinungsbild mit Bäckerkluft auffalle, und die Frankenthalerin Maria Müller, die „viel Herzblut“ in die Gestaltung ihrer Bude stecke.

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