Direkt gefragt
Danko Boskovic über fehlende Konstanz der TSG Deidesheim
Herr Boskovic, in Fußgönheim mussten Sie wie so oft mehrere Stammspieler ersetzen. Warum gelang trotzdem ein Sieg?
Ich glaube immer an den Sieg und vertraue den Spielern, die da sind, obwohl Fußgönheim in Bestbesetzung angetreten ist. Wir hatten dagegen außer Christian Schubing, der grundsätzlich nur noch in der Zweiten Mannschaft spielt, und Ersatztorwart Michael Lützel mit Niklas Matheis und Mio Paulus zwei Spieler auf der Bank, die noch bei den A-Junioren spielen dürfen. Der Mannschaft, die aufläuft, gebe ich aber die Mittel mit, mit denen sie jeden Gegner schlagen kann.
Hätte Ihre Mannschaft konstant solche Leistungen gezeigt, stünde sie voraussichtlich an der Tabellenspitze. Warum spielt sie nicht konstant auf hohem Niveau?
In anderen Vereinen kommen meistens 18 bis 20 Spieler zum Training, bei mir manchmal nur acht bis elf, gelegentlich auch kein Torwart. Es liegt alleine an der Mannschaft. Wenn die Spieler bereit sind, alles umzusetzen, was ich ihnen vorgebe, können sie jedes Spiel gewinnen. Wenn nicht, auch gegen den Tabellenletzten TSV Landau verlieren.
Ihr Stürmer Florian Dick befand sich in Fußgönheim nach langer krankheitsbedingter Pause erst zum zweiten Mal wieder in der Anfangsformation und hat den Siegtreffer erzielt. Ist er wieder völlig fit?
Nein. Florian hat zwei Monate gefehlt. Er kommt aber langsam wieder in die Spur, da ich ihn behutsam aufbaue. Er ist aber schon jetzt wieder ein bedeutsamer Spieler. In Fußgönheim hätte er noch zwei Tore mehr erzielen können.
Durch den Sieg in Fußgönheim beträgt der Rückstand zum ASV nur noch fünf Punkte. Ist es inzwischen Ihr Saisonziel, noch diesen Rang zu erreichen, um am Saisonende die Relegationsspiele gegen den Zweitplatziertem der Bezirksliga Rheinhessen zu erreichen?
Wir schauen nicht nach oben, zum einen wegen der bereits geschilderten Probleme, aber auch, weil ich nicht weiß, ob der Verein den in der Landesliga überhaupt stemmen kann. Wir wollen in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen und demonstrieren, dass wir gut organisiert sind. Das gelingt uns auch. Natürlich wäre es trotzdem schön, am Ende Erster oder Zweiter zu sein. Aber das ist nicht unser Ziel.
Das nächste Punktspiel bestreitet die TSG erst am Freitag, 25. Oktober, beim FV Freinsheim. Dort ist Ihr Nachbar Christian Schäfer Trainer. Reden Sie mit ihm bis zum Spiel über Fußball?
Ich wohne nicht nur im gleichen Dorf wie Christian, sondern bin mit ihm auch befreundet. Wir tauschen uns nach unseren Spielen immer aus und wissen beide, auf was es im Fußball ankommt. Das wird ein interessantes Spiel, in dem zwei gut eingestellte Mannschaften aufeinandertreffen. Da wir beide offen miteinander umgehen, reden wir auch in den knapp zwei Wochen vor dem Spiel über Fußball.
Interview: Thomas Dill-Korter