Neustadt Dammstraße bleibt Aufregerthema
Der Ortsbeirat Hambach hat aus dem Projekt Ausbau Dammstraße seine Lehren gezogen: Wenn der Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die Stadtverwaltung den weiteren Ausbau der Ortsdurchfahrt planen, will er früh eingebunden werden.
In diesem Sinn verabschiedete das Gremium in seiner Sitzung am Donnerstagabend einmütig einen Antrag an die Stadt. Hintergrund ist deren Haushaltsentwurf 2016 für den Ortsteil. Dort sind im Finanzetat 100.000 Euro Planungskosten für die Ortsdurchfahrt Hambach aufgeführt; gemeint ist nach Angaben von Pascal Bender (SPD) der Weinstraßenabschnitt ab Dammstraße in Richtung Innenstadt. Aber nicht nur die Fortsetzung der Dammstraße nach Süden, sondern auch nach Südosten in Richtung Diedesfeld sollte überplant werden, war sich der Ortsbeirat einig. Wie berichtet, soll der Ausbau der Dammstraße – je nach Wetterlage – Anfang 2016 beginnen. Da das Projekt sich auf alle Hambacher auswirke, sei vorab eine Bürgerinformationsveranstaltung notwendig, beschloss das Gremium, verbunden mit einem Antrag an die Verwaltung. Auf Kritik stieß dabei erneut, dass bereits Anfang dieses Jahres Bäume entlang der Straße abgeholzt worden waren, obwohl Bauabteilung und Landesbetrieb Mobilität gewusst hätten, dass 2015 nicht mehr gebaut werde. So etwas dürfe nicht mehr vorkommen, eine engere Abstimmung der Behörden mit dem Ortsbeirat sei zwingend notwendig, hieß es am Donnerstag. Die Ereignisbäume des Fördervereins „Die Hambacher“ stehen hingegen noch, in diesen Tagen seien die Ballen gestochen worden, wie Martin Hauck (SPD) informierte. Auch auf Vorschlag von Jürgen Grün (CDU) sollen sie nicht bei der Grünflächenabteilung gelagert, sondern an anderer Stelle neu gepflanzt werden. In der Kritik stand auch die Zufahrt zum Schloss. Am besten eine Sanierung ab Abzweig Landauer Straße, noch besser aber ein echter Shuttleservice, um den Verkehr aus dem Ortsteil herauszuhalten, so die Vorschläge des Ortsbeirats. Den Ausschlag für diese Debatte hatte eine Neuregelung im Römerweg gegeben, die bei jeweils einer Enthaltung beschlossen wurde: In Höhe Hausnummer 27 bis 29 wird kein Halteverbot eingerichtet, um den Verkehr nicht unnötig zu beschleunigen. Hingegen wird auf der gegenüberliegenden Seite das Parken verboten. Die Haushaltseckdaten hatte zu Beginn Ortsvorsteherin Gerda Bolz (CDU) vorgestellt. Die überwiegende Meinung: Zwar seien jene Maßnahmen, die Hambach schon lange am Herzen liegen, endlich berücksichtigt. Doch bleibe das Gefühl, zu lange hingehalten worden zu sein. Angesichts Erfahrungen wie mit der Dammstraße sei es nun wichtig, auf die Umsetzung zu pochen. (ahb)