Neustadt Beim Tanznachmittag hat es „gefunkt“

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Zur heutigen Diamanthochzeit gratuliert Ehemann Edmund Altherr seiner Frau Maria mit einer „Entführung“ nach Paris. Vor 60 Jahren gaben sich die beiden Neustadter im Standesamt und vor dem Traualtar in der Josefskirche das Ja-Wort.

Zwar war die Jubilarin schon öfter in Paris, aber immer „nur“ mit Reisegesellschaften, die Busfahrer Edmund durch Europa und Afrika kutschierte. Dieses Mal wird es ein Spaziergang abseits der Touristenwege in idyllische Quartiers seiner Lieblingsstadt, verspricht Altherr. Denn er kennt Paris: „Wie mei Hossedasch“, sagt er. In der Westschule sind sich Maria Weintz aus der Sauterstraße und Edmund aus der Landauer Straße begegnet. Eigentlich hätte er in Ostschule gehen müssen, aber die war in der damaligen Besatzungszeit von den Franzosen belegt: Zum Glück. Bei einem Tanznachmittag hat es gefunkt. Die Jubilarin hat Damenschneiderin im Atelier Bertha Stahl gelernt. Damit ging ihr Berufswunsch in Erfüllung. Später war sie Gesellin bei Brautmoden Röper (Friedrichstraße), „Haserl/Hoserl“ in Haßloch und Reinigungskraft bei der Stadtverwaltung. Sie würde zwar gerne heutzutage noch nähen, aber „beim Einfädeln streiken meine Augen“, sagt sie. So genießt sie zwischen gemeinsamer Hausarbeit und Gartenpflege mit ihrem Mann den Ruhestand. Einmal in der Woche geht Maria Altherr mit dem Frauenclub zum Kaffeekränzel ins „Storchencafé Theobald“ (Friedrichstraße) und der Jubilar zu den Stammtischen in die „Herberge“. Dort ist er als „Reiseberichterstatter“ ein gern gesehener Gast. Edmund Altherr hat bei Opel Holz Kfz-Mechaniker gelernt und war bei Mercedes in Ludwigshafen, bis ihn Auto Bähr abwarb. Dort entdeckte ihn der Neustadter Busunternehmer Max Göring und engagierte ihn. Klar, dass die Nachfolgefirma Wolf den versierten und beliebten Busfahrer übernahm. |awk

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