Neustadt
Basketball: SG TSG Deidesheim/Neustadt hält nur bis zum 21:21 mit
Basketball: Man muss das Positive sehen. So nah dran waren die Basketballerinnen der SG TSG Deidesheim/Neustadt schon lange nicht mehr an einem Sieg. In Neustadt verloren sie in der Landesliga II mit 48:55 (15:16, 24:34, 36:44) gegen den 1. FC Kaiserslautern II.
Deidesheim/Neustadt. Besonders das erste Viertel machte Hoffnung auf einen Erfolg. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeberinnen sogar mit drei Punkten in Front. Doch bevor überhaupt die ersten Punkte fielen, hieß es warten. Die Schiedsrichter Marc Walter und Jan Schröter (beide von den Gorillas Haßloch) kamen erst mit 25 Minuten Verspätung in der KRG-Sporthalle an. Schröter hatte mit dem eigenen U18-Team noch ein Spiel in Bad Dürkheim, von dort gestaltete sich die Fahrt nach Neustadt wegen des aktuellen Wurstmarkt-Verkehrs eher stockend. Derweil suchten die Gäste aus Kaiserslautern schon bei der heimischen Spielgemeinschaft verzweifelt nach einem Unparteiischen: „Wir müssen bis 19 Uhr wieder in Kaiserslautern sein, da haben wir noch eine Partie“, erklärte das Gästeteam. Allerdings war kein Basketballer mit Schiedsrichterlizenz in der Halle. „Wir haben einen akuten Mangeln an Schiedsrichtern“, bestätigte später Walter ein Problem.
Bei den Mixed Emotions geht’s um Spaß am Spiel
Als endlich gespielt werden konnte, machte die 20-jährige Hannah Humbert im Trikot der Spielgemeinschaft die ersten Punkte. Humbert war in der vergangenen Saison nicht so oft im Einsatz. „Im ersten und zweiten Semester meines Studiums musste ich mich zunächst in das Uni-Leben einfinden. Es war teilweise schon ein bisschen stressig“, erzählte sie. Nach dem Abitur am Käthe-Kollwitz-Gymnasium entschied sie sich für die Fächerkombination Betriebswirtschaftslehre plus Informatik. Nach drei Jahren Informatik-Grundkurs in der Schule möchte sie das Fach noch weiter vertiefen. Sie bedauert: „Schade, dass wir Informatik erst ab der Klasse elf hatten.“
Jetzt trainiert sie sogar dreimal in der Woche. Da sie von Neustadt nach Kaiserslautern pendelt, kann sie abends am Training der SG teilnehmen. Außerdem fährt Humbert mit Teamkolleginnen noch einmal in der Woche nach Mannheim. „Da gibt es die Mixed Emotions, also eine Mannschaft mit Männern und Frauen. Hier geht es nur ums Spielen und Spaßhaben“, gesteht Humbert. Mit einer Größe von 1,83 Metern soll sie unter dem Korb punkten und sich die Rebounds, also die Abpraller vom Korb, schnappen. Beim Spiel gegen Kaiserslautern musste sie von Trainer Ricardo Ferré bereits nach zwei Fouls im ersten Viertel etwas gebremst werden und nahm auf der Auswechselbank Platz. Denn nach dem fünften Foul darf ein Basketballer nicht mehr weiterspielen.
SG-Team läuft zu langsam zurück
Die SG hielt bis zum 21:21 im zweiten Viertel mit, doch dann kam der Einbruch kurz vor der Halbzeit. Die Gäste zogen davon, und Ferré stellte fest: „Wir joggen nur, wir müssen schneller zurück. Wir müssen richtig rennen.“ Doch sein Team hatte den Faden verloren. Einem Punkterückstand von zehn Zählern hinterherzurennen, war dann nach der Pause doch zu viel. Zwar kämpften seine Spielerinnen und verringerten den Abstand noch, doch in dieser Partie wäre mit etwas Konzentration, vor allem bei den „Fast Breaks“, den Kontern, noch mehr drin gewesen. Humbert war mit sechs Punkten eine der besten Angreiferinnen der Gastgeberinnen, konnte aber wegen einiger Fehlwürfe den Vorteil ihrer Körpergröße nicht immer ausspielen.
Die Gorillas Haßloch verloren in der A-Klasse der Herren am Samstag mit 56:87 ( 11:17, 34:43, 46:58) bei der SG Towers Speyer/Schifferstadt. Trainer Dalibor Petrovic: „Wir waren nur acht Spieler. In der zweiten Hälfte verließen uns die Kräfte. Wir waren gegen die starken Speyerer körperlich unterlegen. Es war ein hartes, aber dennoch faires Spiel.“
So spielten sie
SG TSG Deidesheim/Neustadt: Alexandra Schimmer (2), Hannah Humbert (6), Romy Möller (9), Charlotte Strehle (6), Saskia Beuttler (5 Punkte), Rebecca Simmert, Wilma Koble, Simone Scheuermann (10) Sarah Stein (10).
Gorillas Haßloch: So spielten sie: Fink (7 Punkte), Walter, Mardnli (6), Herrmann (2), Lang (7), Best (4), Faller (21), Pinto (9).