Neustadt Barrierefreiheit für Bahnhof

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Barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen in Haßloch und zum nördlich der Bahnlinie gelegenen Wohngebiet: Der Vorentwurf einer Machbarkeitsstudie kommt zum Ergebnis, dass unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten als Lösung nur der Neubau eines Fußgängerstegs mit Fahrstühlen sinnvoll ist.

Mit einer Mitteilungsvorlage informierte die Verwaltung über den aktuellen Sachstand, wie am Haßlocher Bahnhof Barrierefreiheit geschaffen werden könnte. Bisher liegen weder Kostenschätzungen noch der Abschlussbericht des Ingenieurbüros Müller aus Neustadt vor, das die Kreisverwaltung Bad Dürkheim mit der Machbarkeitsstudie beauftragt hatte. Dennoch nannte Elmar Walter, Abteilung Tiefbau, dem Bau-, Verkehrs- und Entwicklungsausschuss als grobe Kostenschätzung für die vorgeschlagene Lösung eine Summe von 3,5 Millionen Euro. Wobei weder die Finanzierung (unter Beteiligung des Bundes mit Förderprogrammen) noch die Aufteilung der Kosten oder die Höhe der Kostenbeteiligung seitens der Gemeinde bisher feststehen. Ein Finanzzuschuss der Deutschen Bahn AG sei nicht abzusehen. Deshalb könne die Verwaltung derzeit nicht sagen, ob und wann die barrierefreie Verbindung realisiert werde. Bereits 2016 hatte der Kreisseniorenbeirat angeregt, die baulichen Möglichkeiten für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen am Bahnhof Haßloch, aber auch eine barrierefreie Verbindung zwischen Haßloch und Haßloch Nord zu prüfen. Die Kreisverwaltung Bad Dürkheim hatte das Neustadter Ingenieurbüro Müller beauftragt. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie tragen zu gleichen Teilen der Kreis, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd und die Gemeinde. Barrierefreiheit am Bahnhof ist auch immer wieder Thema des Haßlocher Seniorenbeirats und des Beauftragten für Behindertenfragen. In einer gemeinsamen Aktion wurde getestet, ob insbesondere Menschen im Rollstuhl die Zugänge zur Unterführung überwinden können (wir berichteten). Auf Nachfrage der HLL bestätigte Wolfgang Jünger, Bauamt, dass der Landesbehindertenbeauftragte in der Angelegenheit involviert worden sei. Im November 2018 hatten auch die Fraktionen von CDU und SPD den Antrag gestellt, mit dem Ziel den „ÖPNV weiterzuentwickeln – Barrierefreiheit für Senioren, Menschen mit Behinderung und junge Familien zu verbessern“. Vorgeschlagen wurde, einen barrierefreien Zugang zum Bahnsteig 2 mit dem Einbau einer Personenaufzugsanlage zu schaffen. Die Unterführung sollte besser ausgeleuchtet und mithilfe eines Kulturprojekts verschönert werden. In Kooperation mit der Kreisverwaltung Bad Dürkheim soll es eine Voruntersuchung geben, die Gemeinde Haßloch ein Drittel der Kosten bis maximal 2.500 Euro übernehmen. Hans Bendel (SPD) verwies im Hinblick auf Barrierefreiheit, aber auch allgemein auf das Thema WC-Anlage am Bahnhof. Die Toilettenanlage ist seit geraumer Zeit außer Betrieb. Bernd Dahlke als Vertreter Grünen wies darauf hin, die Folgekosten nach der Realisierung eines Fußgängersteges mit Personenaufzugsanlagen im Fokus zu haben.

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