Neustadt Bahndamm: Bahn will Sperrung vermeiden

Dachse lieben Bereiche mit Heckenbewuchs.
Dachse lieben Bereiche mit Heckenbewuchs.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind bei den Regelinspektionen auf der Strecke zwischen Neustadt und Mußbach im Bahndamm „mehrere Dachsbauten und Dachswege“ gefunden worden. Daher sind für Februar die Rückschnittarbeiten am Bahndamm angesetzt worden. Da die Tiere sich laut Bahn-Angaben bevorzugt in Dämmen ansiedeln, die mit Büschen und Hecken bewachsen sind, soll der Bewuchs nun entfernt werden. „Dadurch ist das Risiko für einen Dachsbefall geringer, da Dachse ihre Bauten nur in sichtgeschützten Bereichen anlegen“, erläutert die Bahn. Dämme mit einem „bestimmten Aufbau“ seien sehr anfällig für Dachsbefall und müssten daher für die Inspektionen frei gehalten werden. Die Bahn betont zudem: „Keine Vergrämung durch Vegetationsrückschnitt durchzuführen, birgt das Risiko, dass die durch die Dachse gegrabenen Hohlräume – etwa bei Starkregen – einstürzen könnten, die Stabilität des Dammes geschwächt und somit die Gleisanlage beeinträchtigt werden würde.“ Daher führt aus Bahn-Sicht kein Weg an den Rückschnittarbeiten und der intensiven Kontrolle vorbei, denn sei die Stabilität eines Dammes wegen der Dachsbauten geschwächt, „muss der betroffene Abschnitt gesperrt werden“, so die Bahn. Diese Konsequenz soll im Bereich Neustadt/Mußbach aber verhindert werden.

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