Neustadt Auftrittsverbot für Laienkultur: Bender schreibt Brandbrief ans Kultusministerium

Freilichtaufführungen wie „Ulysses“ der Neustadter Schauspilegruppe sind aktuell nicht erlaubt.
Freilichtaufführungen wie »Ulysses« der Neustadter Schauspilegruppe sind aktuell nicht erlaubt.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Stadtverbandes für Kultur der Stadt Neustadt hat sich Pascal Bender (SPD) an das Kultusministerium gewandt: Grund ist das Auftrittsverbot für Breiten- und Laienkultur, das die aktuell geltende 22. rheinland-pfälzische Corona-Bekämpfungsverordnung vorsieht. Er sei „doch sehr überrascht darüber, dass hier eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Akteuren im Kulturbetrieb gemacht“ werde, schreibt Bender an Jürgen Hardeck. Es sei nicht nachvollziehbar, warum öffentliche und gewerbliche Kultureinrichtungen Ihren Auftrittsbetrieb wieder aufnehmen dürfen und dies für die Laien- und Breitenkultur wohl nicht gelten soll. „Die Verordnung ist für mich hier nicht ganz eindeutig“, so Bender.

Für die Laien- und Breitenkultur sei es sehr wichtig, wieder auftreten zu dürfen. Viele Vereine wollten sich wieder ihrem Publikum zeigen und benötigten auch die Einnahmen aus Ihren Veranstaltungen. Die Laien- und Breitenkultur sei ein bedeutender Bereich in der Gesellschaft. Sie wende sich an breite Bevölkerungsschichten und sei somit auch identitätsstiftend. Ihre Stärke beruhe auf dem starken bürgerschaftlichen Engagement, das Interesse an Kunst und künstlerische Tätigkeit zusammenführt. Sie sei auch ein wichtiger Bestandteil in der kulturellen Bildung wie beispielsweise in der musikalischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Die nicht ganz klare Formulierung in der aktuellen Verordnung führe nun zu noch mehr Frust bei den in diesem Bereich Engagierten. Bender bittet daher darum, die Regelung im Interesse der Kulturtreibenden zu modifizieren um somit den Auftrittsbetrieb zu ermöglichen.

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