Neustadt Auftritt bei internationaler Weinmesse

Die Internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen, die „ProWein“, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feierte, ist nicht nur für den weltweiten Fachhandel und die Gastronomie das Maß aller Dinge. Auch zahlreiche Winzer aus unserem Verbreitungsgebiet wollen nicht mehr auf eine Teilnahme verzichten. Die Messe, die 61.500 Besuchern an drei Tagen registrierte, bot für den Ausbau des Exports eine Plattform.
Ivonne Libelli (Weingut Margarethenhof, Forst) und Susanne Winterling (Wein- und Sektgut Winterling, Niederkirchen) haben gemeinsam ihr Abitur gemacht, dann Weinbau in Geisenheim studiert. Diesmal standen sie wieder in Halle 14, gemeinsam mit ihren Berufskollegen am Stand der „Winechange“ – jenem Zusammenschluss von Jungwinzern aus der Verbandsgemeinde Deidesheim und der Lebenshilfe Bad Dürkheim, die auch noch ihren zehnten Geburtstag feierten. Sie waren gefragte Gesprächspartner internationaler Fachhändler, die auf der Suche nach erlesenen Weinen und Sekten aus der Pfalz waren. Es wurde ausgeschenkt, probiert, aber auch philosophiert. „Für uns als Lebenshilfe ist das eine Chance, den Export auszubauen“, sagte Bereichsleiter Gabriel Huber und verwies auf den Absatz der eigenen Weine nach Schweden, Dänemark und Hongkong. „Wichtig ist, dass wir unsere Kontakte zum Fachhandel ausbauen, aber auch über Gespräche neue entstehen lassen“, waren sich Huber und Libelli einig. Ohne das Engagement des Projekts „Winechanges“ wären viele Jungwinzer bei der ProWein nicht vertreten. Zum siebten Mal waren die Jungwinzer dabei. „Die Kosten sind schon enorm, deswegen geht es nur über Gemeinschaftsaktionen“, weiß Joachim Jaillet, Außenbetriebsleiter vom Weingut von Winning. Als Mitglied des Verbandes der Prädikatsweingüter (VdP) sei man in der glücklichen Lage, in Düsseldorf dabei sein zu können. Erst zum zehnten Mal sei das Traditionsweingut dort vertreten. „Auch durch unser Engagement bei der ProWein konnten wir unseren Exportanteil in den letzten fünf Jahren von 15 auf 50 Prozent steigern“, so Betriebsleiter Stephan Attmann. Gegenüber seinem Stand warb das Weingut Georg Mosbacher aus Forst mit Sabine Mosbacher-Düringer um die Gunst der Weingenießer. Wenige Meter weiter erörterte Richard Grosche vom Weingut Reichsrat von Buhl mit amerikanischen Weinhändlern den Riesling. Auch Ulrich Mell und Günter Hauck vom Weingut von Bassermann-Jordan standen pausenlos als Gesprächspartner zur Verfügung. Premiere feierte eine Cuvée zweier Freunde: Markus Schädler aus Ruppertsberg und Steffen Mugler aus Maikammer überraschten mit einem Verschnitt aus Cabernet blanc, Scheurebe und Sauvignon blanc bei einer internationalen Verkostung der Vinaturel-Galerie. Auch wurde so manche pfälzische „Duftnote“ gesetzt. Mit „Rodi Sun“ (rote Sonne) überraschte der Freinsheimer Axel Hadulla die internationalen Gäste mit eingelegten Himbeeren und einem Schuss Mineralwasser, aufgefüllt mit Secco rosé. Die Mitglieder der „Winechanges“ luden für Sonntag zu ihrer Schorle-Party ein. Deutlich wurde an dem Messe-Wochenende vor allem eines: Die pfälzischen Rieslinge bleiben international gefragt.