Neustadt Auftakt zu fünf Auswärtsspielen in Folge

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NEUSTADT. Jetzt beginnen für Wasserball-Bundesligist SC Neustadt die weiten Anfahrten zu den Auswärtsspielen. Rund 450 Kilometer müssen die Pfälzer zurücklegen, um am Samstag um 18 Uhr bei Aufsteiger SpVgg Laatzen das elfte Saisonspiel auszutragen.

Die Ausgangsposition für die Neustadter ist eindeutig. Der ungeschlagene Tabellenführer reist als Favorit nach Niedersachsen. Auch wenn das Team im letzten Heimspiel beim 14:9-Sieg gegen Aufsteiger SGW Leimen/Mannheim Schwächen offenbarte. Am vergangenen Samstag präsentierte sich der SCN als konfuser Haufen, der ab der zweiten Hälfte kein Mittel gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Gast gefunden hat, um die Tordifferenz aufzupolieren. Trainer Dragan Matutinovic hat klare Worte gefunden. „Die ersten zwei Abschnitte im Spiel gegen Leimen waren gut, die zwei letzten Viertel schlecht. Das war eine Frage der Konzentration.“ Arbeitssprache im Team, das Spieler aus sechs Nationen bilden, ist Englisch. Vielleicht liegt es daran, dass die Spieler noch nicht erkannt haben, was der neue Coach genau von ihnen erwartet. Matutinovic hat Anfang Januar das Ruder beim SCN übernommen, nachdem der langjährige Trainer Janusz Gogola gebeten hat, ihn von seinem Vertrag zu entbinden. Matutinovic ist trotz der dürftigen Leistung im Heimspiel von der Qualität des Teams überzeugt: „Ich bin sehr zufrieden, wir trainieren gut und bereiten uns nun auf die nächsten fünf Auswärtsspiele vor.“ Die SpVgg Laatzen, Meister der Zweiten Liga Nord, spielte 2011/2012 schon in der höchsten Spielklasse. Trainer der Mannschaft ist seit Juli 2013 der 61-jährige Uwe Brinkmann. Für den Aufsteiger geht es um die Mission „Klassenerhalt“. Laatzen hat bislang zwei Siege eingefahren und eine Tordifferenz von 77:144. Gewonnen hat Laatzen bislang im eigenen Gewässer mit 14:13 gegen Wedding Berlin sowie beim Mitaufsteiger Leimen/Mannheim mit 10:6. Das Hinspiel in Neustadt verlor Laatzen mit 7:15. Dragan Matutinovic hat die Punkte beim Neuling fest eingeplant. Sein Sohn Bojan, der immer dann aus Irland anreist, wenn wichtige Spiele gegen starke Gegner auf dem Programm stehen, fehlt. Ein Zeichen dafür, wie Senior Matutinovic den Gegner einschätzt. Nämlich „schlagbar“. SCN-Wasserballwart Alexander Arsenow betont: „Ich erhoffe mir eine „Jetzt-erst-recht-Reaktion“ von der Mannschaft. Wir müssen in Laatzen anders auftreten als gegen Leimen.“ Für Arsenow sind die kommenden Wochen entscheidend, um eine gute Position für die Relegationsspiele zu erhalten. „Bei der Leistungsdichte der ersten vier Teams in der B-Gruppe wird das nicht einfach. Ein Sieg in Laatzen ist Pflicht.“ Dem SCN fehlt der gesperrte Barnabas Albert. Wie lange der 20-jährige Ungar nach einer Tätlichkeit aussetzen muss, steht noch nicht fest. Erstmals nach fast drei Monaten Verletzungspause wird der Ungar David Csente im Team stehen.

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