Neustadt Auf der Suche nach neuen Zielgruppen
Hassloch: Der Niederländer Coen van der Tas ist neuer Parkmanager im Holiday Park. Er löst Bernd Beitz ab, der die neu geschaffene Stelle des Verwaltungsdirektors übernimmt. Diese neue Konstellation soll unter anderem dazu dienen, den Park ganzjährig zu nutzen und so mittelfristig die Besucherzahlen zu steigern.
Immer wieder Neues gibt es im Holiday Park. Zum Start des diesjährigen Saison auch personelle Veränderungen: Neuer Parkmanager ist bereits seit Mitte März der Niederländer Coen van der Tas. Er übernimmt die Aufgaben, die bis dahin Bernd Beitz innehatte. Dieser ist seit Januar 2016 Verwaltungsleiter des Holiday Parks. Lust und Last des Managements liegen damit auf mehreren Schultern, denn das Parkmanagement wurde geteilt. Coen van der Tas ist für die so genannten „Front-Office“-Aktivitäten zuständig, Bernd Beitz für das „Back Office“. Der neue Parkmanager also ist, wie er es kurz umreißt, „verantwortlich für alles, was im Park passiert, für die Abläufe und den Marketingbereich“. Bernd Beitz, der 2012 als Parkmanager begonnen hatte, kümmert sich auf der neu geschaffenen Stelle „als Verwaltungsleiter unter anderem um Neuerungen und die Erweiterung des Holiday Parks“. Eine sinnvolle personelle Konstellation, finden die beiden, da der Aufgabenbereich im Holiday Park immer größer wird, und „ein guter Mix“, weil sie sich ergänzen und „zwischen uns beiden auch die Chemie stimmt“, sagt Coen van der Tas. So könne sich jeder optimal auf seine Aufgaben konzentrieren, und auch die Verständigung auf kürzestem Weg ist gegeben: Die Männer teilen sich ein Büro. Dass der Holiday Park sich langfristig vergrößern möchte, ist kein Geheimnis. Seit die belgische Themenpark-Gruppe Plopsa den Freizeitpark im November 2010 übernommen hat, „hat die Zahl der Besucher um 47 Prozent zugenommen“, sagt Bernd Beitz. Damit kann sich die Einrichtung über 650.000 Besucher jährlich freuen. „Die Auslastung ist sehr gut“, findet auch Coen van der Tas. Auf viel mehr Besucher wolle er kurzfristig nicht setzen, denn darunter könne die gute Kundenzufriedenheit leiden. Natürlich sollen langfristig noch mehr Besucher kommen, doch wenn beispielsweise eine Anzahl von 1,2 Millionen Besuchern jährlich anvisiert werde, müssten diese Gäste „auf das Jahr anders verteilt“ werden. Das aber sei „im Grunde nur möglich, wenn Indoor-Attraktionen ausgebaut werden“. Und das im großen Stil. Man müsse sich das in etwa so vorstellen, als sei das ganze „Majaland“ überdacht, um nur ein kleines Beispiel zu nennen. Auch große Theater und Fahrgeschäfte würden im „Indoor“-Bereich angesiedelt. Auf diese Weise könnte der Holiday Park ganzjährig genutzt werden. „Wichtig bleibt das Familienkonzept“, betont Coen van der Tas, selbst zweifacher Vater, und natürlich das Konzept, in Haßloch Angebote zu haben, die es in anderen Parks nicht gibt; der Themenbereich um „Biene Maja“ für Kinder beispielsweise oder die Stahlachterbahn „Expedition GeForce“ für Jugendliche. „Es gibt so viele Zielgruppen, die man angehen kann“, meint Bernd Beitz. „Möglichkeiten, einen solchen Job wie im Holiday Park zu machen, gibt es in Deutschland nicht viele“, sagt Coen van der Tas. „Das Konzept gefällt mir, und auch die Zusammenarbeit mit Bernd Beitz.“ Für seine Aufgaben bringt der neue Parkmanager bereits eine Menge Erfahrungen mit. Begonnen hat er als Sportlehrer, erzählt er, sich dann an der renommierten niederländischen NHTV im Bereich Tourismus und Freizeit spezialisiert. Er hat unter anderem für die Walt Disney Company gearbeitet und für den Movie Park Germany, einen saisonalen Freizeitpark rund um das Thema „Film“ in der Nähe von Bottrop. Bevor er nach Haßloch kam, betreute er als Interim Sales Manager Germany den niederländischen Freizeitpark Slagharen gleich an der deutschen Grenze. Dort können Besucher auch übernachten. Wäre das eine Option für den Holiday Park? „Das sind Visionen“, sagt Coen van der Tas. Eine Voraussetzung dafür wäre die ganzjährige Öffnung des Freizeitparks, wofür wiederum Indoor-Einrichtungen nötig wären. Er möchte „erst einmal ankommen“, will „sehen, was da ist, welche Ideen dahinterstecken. Dann kann man langsam beginnen zu schauen, welche Zukunftspläne sich am besten umsetzen lassen.“