Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Anastasia Kronauer bleibt FWG-Vorsitzende

Wurden alle einstimmig gewählt (von links): Manuel Ehrenpreis (Zweiter stellvertretender Vorsitzender), Carina Helfferich (Schat
Wurden alle einstimmig gewählt (von links): Manuel Ehrenpreis (Zweiter stellvertretender Vorsitzender), Carina Helfferich (Schatzmeisterin), Volker Lechner (Erster stellvertretender Vorsitzender), Anastasia Kronauer (Vorsitzende) und Susanne Karsch (Schriftführerin).

Die FWG Neustadt hat ihrem Vorstandsteam mit einstimmigen Wahlergebnissen den Rücken gestärkt. Die Freien Wähler sehen sich als prägende politische Kraft in der Stadt.

Der Kommunalwahlkampf 2024 und der Oberbürgermeisterwahlkampf 2025 haben die Arbeit der Freien Wählergruppe (FWG) Neustadt in den vergangenen beiden Jahren dominiert. Die wiedergewählte Vorsitzende Anastasia Kronauer dankte den Aktiven im rund 400 Mitglieder starken Verein für ihr Engagement. Man sei sehr professionell aufgetreten, habe in den Ortsteilen Erfolge gefeiert sowie im Stadtrat die meisten Stimmen geholt und mit Marc Weigel das Oberbürgermeisteramt verteidigt, so Kronauer. „Die geleistete Arbeit ist nicht selbstverständlich“, betonte die FWG-Vorsitzende. Sie warb auch künftig um Unterstützung, denn nur gemeinsam könne man „etwas für Neustadt bewegen“.

Marc Weigel dankte den 60 Mitgliedern, die am Mittwochabend zur Versammlung ins Dorfgemeinschaftshaus Duttweiler gekommen waren, ebenfalls für ihr Engagement im OB-Wahlkampf. Er habe auf Wahlplakaten bewusst das FWG-Logo präsentiert, sich nicht nur als Einzelbewerber gesehen und einen „enormen Rückhalt“ gespürt. Die Freie Wählergruppe sei die stärkste politische Kraft in Neustadt, stelle den Oberbürgermeister und ab Mitte September mit Johanna Kunzendorff als Nachfolgerin von Waltraud Blarr (Grüne) zudem eine hauptamtliche Beigeordnete im Stadtvorstand. Zum künftigen Ressortzuschnitt werde er einen Vorschlag machen, worüber der Stadtrat dann im September oder Oktober entscheide. Laut Weigel laufe die Koalition mit CDU und FDP „ordentlich“. Daher bleibe für die FWG festzuhalten: „Besser kann die Ausgangslage für uns nicht sein, um erfolgreich für Neustadt zu arbeiten.“

Vorschlag für Landtagswahl

Allerdings mahnte der Oberbürgermeister auch: „Die Zeiten werden härter.“ Dies gelte insbesondere mit Blick auf die Finanzen. Man werde weniger zu verteilen haben und brauche dann eine „kritische Prioritätensetzung“. Dass Neustadt im Vergleich zu anderen Kommunen noch recht gut dastehe, sei kein Trost und ändere nichts an den Herausforderungen. Die Ursache für die Finanzprobleme in den Städten und Gemeinden sei die „Politik von Bund und Land“, von wo man immer mehr Aufgaben bekomme. Dort verstehe man nicht, wie es den Kommunen gehe, kritisierte Weigel. Mit Blick auf die FWG lobte er die Arbeit von Anastasia Kronauer. „Uns kann nichts Besseres passieren“, sagte er zu ihrer erneuten Kandidatur.

Die Vorsitzende wurde wie alle Vorstandsmitglieder mit einem einstimmigen Votum gewählt. Es gab nur einen Wechsel: Stefan Krumm-Dudenhausen kandidierte nach neun Jahren nicht mehr als Schriftführer, für ihn rückte Susanne Karsch nach.

Bei der Landtagswahl 2026 tritt nicht der Verein FWG an, sondern die Partei Freie Wähler. Allerdings empfiehlt die Neustadter FWG den Freien Wählern, als Direktkandidat im hiesigen Wahlkreis den Hambacher Philip Sprenger aufzustellen. Der Gymnasiallehrer sagte, dass er sich gerne einbringen wolle: „Die Stimme der Freien Wähler in Mainz ist wichtig. Das ging ja auch aus den Ausführungen von Marc Weigel hervor.“

Ganz zum Schluss meldete sich noch Stadtratsmitglied Werner Kerth mit einer persönlichen Anmerkung: Er nannte den Verlust von drei Sitzen bei der Stadtratswahl 2024 schmerzhaft. Er rief die FWG-Mitglieder zu intensivem Engagement auf, um diesen Trend zu stoppen und dem Trend einer erstarkenden AfD entgegen zu treten.

Der Vorstand

Vorsitzende Anastasia Kronauer, Erster stellvertretender Vorsitzender Volker Lechner, Zweiter stellvertretender Vorsitzender Manuel Ehrenpreis, Schatzmeisterin Carina Helfferich, Schriftführerin Susanne Karsch.

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