Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel American Football: 8-Balls unterliegen dem Oberliga-Primus

Mit dem Kopf voraus: Die 8-Balls in den schwarzen Trikots lieferten sich harte Duelle mit den Pikes (Karpfen) aus Kaiserslautern
Mit dem Kopf voraus: Die 8-Balls in den schwarzen Trikots lieferten sich harte Duelle mit den Pikes (Karpfen) aus Kaiserslautern.

Ohne einen eigenen Touchdown beendeten die 8-Balls Haßloch das letzte Heimspiel der Oberligasaison. Bei der 0:27-Niederlage gegen die favorisierten Kaiserslautern Pikes leisteten sie lange Widerstand. Und nehmen auch ein paar positive Erkenntnisse mit.

So trübe der Tag, so trübe war auch das Ergebnis des letzten Saisonheimspiels für die 8-Balls Haßloch in der American Football Oberliga Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Gruppe West. Gegen den Tabellenführer, die Kaiserslautern Pikes, setzte es vor immerhin 350 Zuschauern eine 0:27-Niederlage. Auch die 8-Balls mussten der Corona-Pandemie Tribut zollen und die Spiele zur ungewohnt herbstlichen Zeit bestreiten. Nachdem die Spielrunde im vergangenen Jahr komplett ausgefallen war, fiel Mitte September der Startschuss für die neue Runde.

Die Hausherren waren bisher nicht richtig ins Rollen gekommen. Einem Sieg zu Beginn gegen die Pirmasens Praetorians folgten zwei Niederlagen gegen die Hurricanes aus dem Saarland im Hin- und Rückspiel. Woran liegt es, dass sich das Haßlocher Team so schwer tut? „Wir hatten eine gute Vorbereitung, soweit das während der Corona-Zeit möglich war. Zudem ist das Team weitgehend zusammengeblieben“, berichtete Headcoach Clemens Hans. Im Mai sei das Team wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Den wenigen Abgängen standen wesentlich mehr Zugänge aus dem Juniorenteam gegenüber. Die Spieler haben ein individuelles Trainingsprogramm von Benjamin Teichert, einem lizenzierten Cross-Fit-Trainer, erhalten.

Teamgeist stimmt

„Es spricht für unseren Teamgeist, dass fast alle an Bord geblieben sind“, erklärte Teammanagerin Kathi Brechtel. „Wir haben viel online, zum Beispiel über Zoom kommuniziert und über diesen Weg engen Kontakt miteinander gehalten“, ergänzte sie. Dass es in der Saison nicht wie gewünscht läuft und sein Team nicht an die frühere Stärke anknüpft, kann sich Headcoach Hans dagegen nicht erklären.

Die Hechte aus der Westpfalz kamen als Favorit mit einer makellosen Bilanz nach Haßloch. Für die Hausherren lief es wider Erwarten zu Spielbeginn recht gut. Vielleicht hatten die Pikes ihren Gegner zunächst unterschätzt. Jedenfalls wurden sie ihrer Favoritenrolle nicht gerecht. So konnten die Hausherren das erste Spielviertel mehr oder weniger zu ihren Gunsten gestalten und mehrmals ihr Angriffsspiel durchbringen. Auch die Defense stand sehr stabil. Es fehlte aber der entscheidende Touchdown, um in Führung zu gehen. In dieser Phase wäre mehr für die 8-Balls möglich gewesen.

Favorit mit dem längeren Atem

Im zweiten Quarter sah es zunächst auch gut für die Hausherren aus. Mehrmals gelang ihnen eine Interception, das Abfangen des Spielgeräts nach einem Passversuch des Gegners. Sie versuchten, ein eigenes Angriffsspiel aufzuziehen. Allerdings gelang es den 8-Balls wieder nicht, selbst die gegnerische Endzone zu erreichen. Und so nutzte Kaiserslautern einen guten Angriff zum ersten Touchdown.

Nach der Halbzeitpause dominierten die Defensivreihen auf beiden Seiten. Fitness-Trainer Teichert, der selbst in der Defense der 8-Balls aufläuft, schickte Malik Adams, den Quarterback der Pikes, fast brachial, aber immer noch im Bereich des Erlaubten auf den Rasen. Nach und nach setzte sich dann aber die Routine des Tabellenführers aus der Westpfalz durch. Der Pikes-Quarterback im Zusammenspiel mit dem wieselflinken Widereceiver Jones Jeovan waren die entscheidenden Spieler der Gäste, welche die heimische Defense mit einem schnellen Pass- und Laufspiel mehr und mehr in Schwierigkeiten brachten. Am Ende des dritten Viertels stand es 0:20 nach zwei weiteren Touchdowns.

Serie des Favoriten hält

Das Schlussquarter bestimmten eindeutig die Pikes. Mit einem weiteren Lauf in die Endzone der Hausherren und einem erfolgreichen Kick stand das Endergebnis von 0:27 fest. Mit diesem Sieg haben die Westpfälzer ihre makellose Siegesserie in der Oberliga fortgesetzt.

8-Ball-Headcoach Hans haderte mit dem Ausgang des Spiels. „Trotz der guten Vorbereitung können wir in der Offense wegen zu vieler individueller Fehler keinen Erfolg einfahren“, lautete sein Kommentar. Noch zweimal müssen die 8-Balls auswärts antreten. Zum Rückspiel am 30. Oktober bei den Pikes in Kaiserslautern und zum Abschluss am 6. November bei den Praetorians in Pirmasens.

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