Neustadt AM Rande der Bande:

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Kann der Tabellenfünfte aus einer Spielklasse direkt aufsteigen? Kann der Tabellenzweite absteigen? Beides ist in Fußballligen, der in dieser Saison Mannschaften aus unserer Region angehören, tatsächlich möglich. Die Antwort auf die erste Frage liefert die Zweite Frauenfußball-Bundesliga Süd. In keiner anderen Spielklasse ist es rechnerisch so leicht möglich aufzusteigen. Zum einen gehören dieser nur zwölf Mannschaften an, was die Anzahl der Konkurrenten schon alleine erheblich reduziert. Hinzu kommt jedoch, dass vier der zwölf Teams Zweite Mannschaften von Bundesligisten sind und diese deshalb nicht aufsteigen können. Falls der 1. FFC Niederkirchen den Durchmarsch von der Regional- in die Bundesliga anstreben würde, hätte er demnach im Aufstiegsrennen nur sieben Konkurrenten. Im Extremfall würde der fünfte Platz der Abschlusstabelle ausreichen, wenn die vier Zweiten Mannschaften am Ende die ersten vier Tabellenplätze belegen würden. Dass möglicherweise einem Tabellenzweiten des Schlussklassements der Abstieg droht, kann in dieser Saison in der A-Junioren-Landesliga Vorderpfalz, in der aus unserer Region der 1. FC 08 und der VfB Haßloch vertreten sind, passieren. Dieses Schicksal droht der Zweiten Mannschaft des SV Phönix Schifferstadt, die punktgleich mit dem Tabellenzweiten SV Rot-Weiß Seebach den dritten Rang belegt. Dies ist dann der Fall, wenn die erste Garnitur der Schifferstadter A-Junioren aus der Verbandsliga Südwest absteigen muss. Zurzeit sieht es auch danach aus, denn das Verbandsliga-Team nimmt lediglich den drittletzten Tabellenplatz ein. Sollte es die Saison 2016/2017 tatsächlich auf einem Abstiegsplatz beenden, müsste die „Zweite“ auch als Tabellenzweiter in die Kreisliga Vorderpfalz absteigen. Zu verhindern wäre dies nur, wenn sich das Landesliga-Team die Meisterschaft sichern würde. Dann könnte in der kommenden Spielzeit die „Erste“ mit der von der „Zweiten“ erreichten Spielberechtigung in der Verbands- und die „Zweite“ selbst in der Landesliga bleiben. Der 26-jährige Langstreckler Tien-Fung Yap aus Mainz hat ein besonderes Handicap. Mit 18 Jahren brach bei ihm eine genetisch bedingte Krankheit aus, die fast zur völligen Erblindung führte. Yap hat jetzt noch ein restliches Sehvermögen von fünf Prozent und kann damit nur noch Kontraste wahrnehmen. 2015 holte er den Deutschen Meistertitel der blinden Läufer über zehn Kilometer. Der Physiotherapeut aus Mainz hat sich trotz des Handicaps zu einem Spitzenläufer entwickelt. Zusammen mit seinem Führungsläufer absolvierte er am vergangenen Samstag den Halbmarathon beim Nikolauslauf in Haßloch in 1:22:52 Stunden. Max Kirschbaum aus Otterbach, der im Oktober noch den Weinsteig-Ultratrail erfolgreich mit neuem Streckenrekord bewältigt hat, läuft seit rund zwei Jahren mit dem Mainzer. Zusammen haben sie schon 20 Wettbewerbe bestritten. Da Yap noch Umrisse wahrnehmen kann, beschränkt sich Kirschbaum während des Laufs auf Hinweise, beispielsweise auf Unebenheiten oder Stufen. Kirschbaums Motto dabei: „So viel wie notwendig reden, aber so wenig wie möglich.“ Auch Yap hat bereits Ultra-Distanzen über 50 Kilometer absolviert und dafür 3:35 Stunden benötigt. „Es ist gar nicht so leicht, einen passenden Mitläufer zu finden“, betont Yap. Schließlich ist er schnell auf den langen Distanzen unterwegs. Wenn er auf seiner Hausstrecke trainiert, braucht er keinen Helfer. Dann kennt er jeden Stein, jeden Strauch, jede Kurve. „Haßloch ist eine gute Strecke, sie macht nur leichte Probleme bei einigen Kurven“, so Yaps Urteil. Für ihn ist Langstreckenlauf die ideale Sportart, um trotz seiner Sehbehinderung an seine körperlichen Grenzen zu gehen. Und mit Nichtbehinderten im Sinne der perfekten Inklusion an den Start zu gehen. Seine langen braunen Löffel überragten die weißen Bommel der roten Nikolausmützen. Hoppla, was ist denn das? Ein Osterhase beim Nikolauslauf. Sebastian Metzger heißt der Spaßvogel. Der 32-jährige Haßlocher gesteht, dass er im Grunde unvorbereitet auf die sieben Kilometer lange Strecke gehe, daher habe er sich warm angezogen. Das braune Plüschkostüm sollte ihn also wärmen, wenn er nicht schnell genug das Ziel erreicht. Metzger nahm zum ersten Mal teil und schaffte es schließlich doch noch, im Mittelfeld ins Ziel zu kommen. Mit 37:49 Minuten belegte er Rang 191 unter 360 Zieleinläufern. Hinterher gestand er: „Es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht. Für nächstes Jahr werde ich ein bisschen mehr trainieren.“ Vielleicht tritt er dann vorher im Frühjahr bei einem der vielen „Osterläufe“ an. Dann vielleicht als Nikolaus? |dil

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