Neustadt Alle drei für einen City-Manager

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Bei der Podiumsdiskussion des Gewerbevereins Willkomm zur Oberbürgermeisterwahl am 24. September wurde gestern Abend eins deutlich: Alle drei Bewerber kündigten an, den Posten eines City-Managers schaffen zu wollen und die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft der Stadt personell aufzustocken. Derzeit gibt es bei der städtischen Tochtergesellschaft vier Vollzeitstellen. Ingo Röthlingshöfer (CDU) möchte als Oberbürgermeister kraft Amtes einen Sitz im Willkomm-Vorstand übernehmen, Marc Weigel (FWG) kann sich vorstellen, dass die Stadt wieder Teile der Geschäftsführung für die Willkomm übernimmt, Pascal Bender (SPD) stellte ein aktives Flächenmanagement der Stadt in den Mittelpunkt seiner Wirtschaftspolitik als Oberbürgermeister. Die Planungshoheit müsse bei der Stadtplanung, nicht bei Investoren liegen. Ingo Röthlingshöfer forderte erneut, die Planungen für ein Geschäftshaus mit Parkdeck am Bahnhofsvorplatz zu überdenken. Die Wohnungsbaugesellschaft habe andere Aufgaben. Außerdem gebe es nach dem Kauf des Geländes der Esso-Tankstelle durch die Stadt eine neue Planungsgrundlage. Auch im diesem Bereich könnte ein Parkhaus entstehen. Bender und Weigel widersprachen vehement. „Die Stadt darf keine weitere Zeit verlieren. Am Bahnhof müssen endlich Bagger rollen“, sagte SPD-Mann Bender. Marc Weigel von den Freien Wählern stimmte ihm zu, „weil immense Planungskosten sonst vergeudet wären, ganz zu schweigen von dem weiteren Vertrauensverlust, den die Kommunalpolitik damit auslösen würde“. Nahezu 150 Besucher verfolgten die über dreistündige Gesprächsrunde im überfüllten Tagungsraum des Achat-Hotels. Die RHEINPFALZ wird am 11. September im Saalbau eine Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten abhalten.

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