Forst RHEINPFALZ Plus Artikel Abschied vom Winzerverein: Kellermeister Michael Kiefer geht in Ruhestand

Großes Lob für hoch geschätzten Fachmann: (von links) Vorstandsvorsitzender Andreas Wenser, neuer Kellermeister Christoph Lutz,
Großes Lob für hoch geschätzten Fachmann: (von links) Vorstandsvorsitzender Andreas Wenser, neuer Kellermeister Christoph Lutz, Michael Kiefer, Geschäftsführer Dietmar Bonn.

Nach 24 Jahren als Kellermeister des Forster Winzervereins ist Michael Kiefer von der Belegschaft feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden.

Wie Geschäftsführer Dietmar Bonn in seiner Laudatio sagte, habe Kiefer, der in Bad Dürkheim lebt, „nicht nur zum Wachstum unseres Unternehmens einen wesentlichen Beitrag geleistet, sondern auch die Herzen der Kolleginnen und Kollegen gewonnen“. Für viele große und renommierte Kunden des Winzervereins sei Kiefer ein hoch geschätzter Fachmann und Ratgeber gewesen.

Kiefers Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Weinküfer beim Weingut Bürklin-Wolf in Wachenheim. Danach habe es ihn „in die weite Welt über Lauffen am Neckar bis nach Südafrika“ gezogen, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Beim Winzerverein Leistadt erhielt er 1987 die Stelle des ersten Kellermeisters, bevor er zum 1. Juni 2001 dem Ruf aus Forst folgte.

Auch Andreas Wenser, der Vorstandsvorsitzende des Forster Winzervereins, würdigte Kiefers Wirken. Bereits in dessen erstem Jahr habe der neue Kellermeister sein ganzes Können unter Beweis stellen müssen, denn der Jahrgang 2000 sei unter anderem wegen Essigfäule eine riesige Herausforderung gewesen. Kiefer habe in der Folgezeit einen neuen Weinstil mit fruchtbetonten Weinen, moderater Säure und angenehmer Restsüße entwickelt, der bei den Kunden sehr gut angekommen sei. Der Kellermeister habe zu einer „unglaublichen Erfolgsgeschichte“ mit 15 Staatsehrenpreisen und drei Großen Staatsehrenpreisen maßgeblich beigetragen.

Kiefers Nachfolger ist Christoph Lutz. Er war seit 2024 Kiefers Stellvertreter, nachdem er zuvor unter anderem zwölf Jahre bei der Winzergenossenschaft Herxheim als stellvertretender Kellermeister gewirkt hatte. Wenser nannte ihn „jung, ehrgeizig und erfolgsorientiert“, so dass er ein würdiger Nachfolger Kiefers sei.

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