Schwimmen RHEINPFALZ Plus Artikel 29. Weinstraßen-Wettkämpfe: 321 Sportler am Start

Swantje Baeßler (vorne) und Berit Geiger drucken im Clubheim das Meldeergebnis für die Wettkampfrichter aus.
Swantje Baeßler (vorne) und Berit Geiger drucken im Clubheim das Meldeergebnis für die Wettkampfrichter aus.

Viele Fitnessbecher, ganz spezielle Wettkampf-T-Shirts, all das bieten die 29. Weinstraßen-Wettkämpfe des SC Neustadt am Samstag und Sonntag im Neustadter Stadionbad. Eine Riesenbrezel spielt ebenfalls eine Rolle.

Der SC Neustadt hat für seine 29. Weinstraßen-Schwimmwettkämpfe am Samstag und Sonntag im Stadionbad laut SCN-Schwimmwartin Swantje Baeßler knapp 1000 Starts weniger gemeldet als 2023. Waren es im Vorjahr 506 Sportler, sind es diesmal nämlich nur 321. „In Darmstadt, Mainz und Heidelberg sind am gleichen Wochenende ebenfalls Wettkämpfe auf 50-Meter-Bahnen“, weiß Baeßler den Grund für den Rückgang. Es gebe innerhalb des Deutschen Schwimmverbandes keine Absprachen, welcher Verein wann einen Wettkampf ausrichte. „Und wir sind ja ans Stadionbad gebunden“, sagt sie. „Wir haben unseren Wettkampf immer am letzten Wochenende der Wintersaison.“ Das Stadionbad ist ab Samstag für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen und öffnet erst wieder als Freibad am 9. Mai.

Ob über 500 oder nur etwas mehr als 300 Sportler – am organisatorischen Aufwand ändert sich für den Schwimmclub nichts. „Das einzig Gute ist, dass wir voraussichtlich früher fertig sind“, nehmen Baeßler und ihr Helferteam die Situation gelassen. „Und laut unserem Geschäftsführer Immo Bender kommen wir im Vergleich mit den anderen Vereinen noch gut weg.“ Im Endeffekt sei es auch egal, wie viele Schwimmer nach Neustadt kämen, „wir machen auf jeden Fall einen tollen Wettkampf“, betont die Schwimmwartin.

69 Seiten dickes Meldeergebnis

Dazu „klotzen“ Baeßler und die vielen anderen Helfer seit eineinhalb Wochen „so richtig ran“. Im Februar habe es eine Vorplanung gegeben. Die Schwimmwartin, Berit Geiger und Claudia Kärcher „kümmern sich um alles in der Halle“, besorgen alles, was das Kampfgericht im Moby Dick braucht wie Klemmbretter und Drucker. „Was am längsten dauert, ist das Meldeergebnis auszudrucken“, weiß Baeßler. Im Meldeergebnis sind alle Schwimmer mit ihren Starts und ihren Zeiten in den einzelnen Läufen aufgelistet, die sich voraussichtlich schwimmen können. Trotz geringerer Teilnehmerzahl ist das Neustadter Meldeergebnis 69 Seiten dick. Schwimmer und Trainer drucken es sich selbst aus, bevor sie nach Neustadt kommen. Für Zeitrichter, Zeitnehmer und Obmänner übernimmt diese Aufgabe der SCN.

Fitnessbecher und Waffeln

Bereits am Dienstag haben zwei Mitglieder des SCN-Festkomitees eingekauft. Die Neustadter bieten ihren Gästen im Stadionbad außer Getränken Gegrilltes, ein Salatbuffet, selbst gebackene Waffeln und Fitnessbecher an. „Die gehen richtig gut“, weiß Claudia Kärcher von Yoghurt mit Roter Grütze und knusprigem Müsli. Der Kiosk im Stadionbad, der immer nur in der Sommersaison in Betrieb ist, dient diesmal den Neustadtern als Verkaufsraum. „Damit haben wir drinnen mehr Sitzfläche für die Schwimmer“, betont Baeßler. Platz zum Ausruhen haben die Sportler aber auch draußen: Am Donnerstag haben die Helfer Zelte des Technischen Hilfswerks und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aufgebaut. Am Freitag wird ab 17 Uhr die Schwimmhalle für die Wettkämpfe eingerichtet und die Zeitmessanlage installiert, ein Tontechniker kümmert sich um eine bessere Beschallung.

Wettkampf-T-Shirts

Etwas ganz Neues, was der SCN anbietet, ist allerdings nicht zum Essen. „Unser Ausrüster-Partner macht ganz spezielle Wettkampf-T-Shirts“, kündigt Swantje Baeßler an. Mitarbeiter dieser Firma druckten diese Shirts auf Nachfrage in dem Raum vor den Duschräumen, in dem Getränke- und Snackautomat stünden, aus.

Für einen Verein bereiten die Neustadter sogar am Samstag und Sonntag das Frühstück im SCN-Clubheim vor: Der HSV aus Neustadts Partnerstadt Wernigerode reist mit 25 Schwimmern in die Pfalz. Sportler und Betreuer übernachten in der Turnhalle der Westschule. Und sie bekommen vom SCN nach ihrer Anreise noch eine belegte Riesenbrezel geliefert. „Die haben sie im vergangenen Jahr auch bekommen, und sie waren davon total begeistert“, erzählt Baeßler. „Wir wollen ja, dass sie sich hier wohlfühlen.“

Vom Abitur zum Wettkampf

Diesmal allerdings reisen die Schwimmer aus Sachsen-Anhalt später an, können sich deshalb nicht schon am Freitag im Stadionbad einschwimmen. „Einige von ihnen schreiben am Freitagvormittag noch ihr Abitur“, erklärt Baeßler diese Verspätung. Der SC Redange ist diesmal der einzige teilnehmende Verein aus dem Ausland. Er bringt je zwei Schwimmer und Schwimmerinnen aus Luxemburg an den Start.

Wie bisher sind die Weinstraßen-Wettkämpfe zumindest für erfolgreiche Schwimmer lukrativ: In den Finals erhalten die besten drei Sportler 20, 15 und zehn Euro. Für jeden Bahnrekord in allen Jahrgängen und Lagen gibt es zehn Euro. Für die beste männliche und weibliche Leistung insgesamt – jeder Aktive wird nur einmal gewertet – zahlt der SCN 50 (beste Leistung), 30 (zweitbeste Leistung) beziehungsweise 20 Euro (drittbeste Leistung). Wer die Wertung in den Jahrgängen 2011 bis 2007 sowie 2006 und älter gewinnt, darf sich über 25 Euro freuen. In den Jahrgängen 2016 bis 2012 werden Sachpreise vergeben.

Zeitplan

Samstag: Wettkampfbeginn um 9.30 Uhr; Finals über 50 Meter Brust und Freistil, über 100 Meter Rücken und Schmetterling nach 12.30 Uhr; 4x50-Meter-Freistil-Staffeln gegen 16.50 Uhr;
Sonntag: Beginn um 9.30 Uhr; Finals über 50 Meter Rücken, Schmetterling, über 100 Meter Brust und Freistil ab etwa 13.15 Uhr; 8x50-Meter-Lagen-Mixed-Staffel gegen 14 Uhr.
Informationen im Internet unter: https://shorturl.at/jnTUV

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