Bad Sobernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Musashi: Mitarbeiter des Automobilzulieferers im Streik

Die Musashi-Beschäftigten streikten am Montag an allen deutschen Standorten.
Die Musashi-Beschäftigten streikten am Montag an allen deutschen Standorten.

Mit einem Warnstreik haben Musashi-Beschäftigte den Druck auf die Geschäftsführung des Autozulieferers erhöht. An allen sechs deutschen Standorten, darunter die rheinland-pfälzischen Werke Bad Sobernheim, Bockenau und Grolsheim traten Arbeitnehmer am Montag in einen ganztägigen Ausstand, wie die IG Metall Bad Kreuznach mitteilte.

Rund 1000 Musashi-Beschäftigte hätten zudem im thüringischen Leinefeld für Standort- und Beschäftigungssicherung demonstriert. Die Geschäftsführung von Musashi Europe geht davon aus, dass bis 2030 jeder zweite der mehr als 2000 Arbeitsplätze an den sechs deutschen Standorten aufgrund der Transformation wegfallen wird. Vor diesem Hintergrund fordert die Gewerkschaft einen Sozialtarifvertrag, um betriebsbedingte Kündigungen für die Beschäftigten zu vermeiden.

Weiterer Anlauf

Nach drei ergebnislosen Runden soll nunmehr Anfang Mai ein weiterer Anlauf für eine Lösung unternommen werden. Sollte die Geschäftsleitung nicht einlenken, will die IG Metall die Urabstimmung über Streiks einleiten.

Musashi Europe, eine Tochter des japanischen Musashi-Konzerns, beschäftigt in der Bundesrepublik sowie in zwei Werken in Ungarn und an einem Standort in Spanien rund 2500 Mitarbeiter, die Komponenten für die Antriebs- und Fahrwerkstechnik herstellen.

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