Albessen RHEINPFALZ Plus Artikel Albesser Milch in der Vorderpfalz – Bauer Jörg Brassel erweitert sein Vertriebsgebiet

Kommt auch in der Vorderpfalz gut an: die Milch aus dem Automat von Milchbauer Jörg Brassel.
Kommt auch in der Vorderpfalz gut an: die Milch aus dem Automat von Milchbauer Jörg Brassel.

Milchbauer Jörg Brassel aus Albessen hat nun auch in der Vorderpfalz Milchautomaten im Einsatz. Am Mittwoch platzierte er vier Zapfstellen in den Edeka-Märkten von Sven und Benjamin Stiegler in Speyer, Hassloch, Frankenthal und Bad Dürkheim. Damit steigt die Anzahl der Automaten auf zwölf. Demnächst sollen noch zwei weitere Standorte hinzukommen.

Den ersten Milchautomaten im Kreis Kusel platzierte Brassel im November 2017 in Konken an der B 420. Inzwischen kann man in Altenglan, Lauterecken, Waldmohr sowie bei Edeka in Baumholder und Ramstein-Miesenbach und Globus in Kaiserslautern und Homburg frische Milch zapfen.

Bei den vier neuen Automaten in der Vorderpfalz handele es sich um kleinere Geräte, berichtet Brassel. „Eine Art kleiner Kühlschrank“, wie er illustriert. Dieser werde mit einem Zehn-Liter-Beutel gefüllt, aus dem die Kunden literweise Milch zapfen können. Nachfüllbeutel hat Edeka im Kühllager.

Anfrage aus der Vorderpfalz

Die Vermarktung der Albesser Milch in der Vorderpfalz kam für Brassel überraschend. „Die Gebrüder Stiegler haben sich bei mir gemeldet und Interesse kundgetan“, berichtet er. Gleichzeitig habe er die kleineren Automaten entdeckt, für deren Belieferung kein großer Laster notwendig war. „Am Mittwoch haben wir die Automaten aufgestellt. Jetzt schauen wir mal, wie es läuft“, sagt der Landwirt.

Kein Verpackungsmüll

Und offenbar wird in der Vorderpfalz fleißig gezapft: Bis Donnerstagmorgen seien bereits 250 Liter verkauft worden, berichtet Sven Stiegler aus Frankenthal auf Nachfrage der RHEINPFALZ. „Wir sind voll zufrieden“, betont der Inhaber, der viel Wert auf regionale Lebensmittel legt. Weiterer Vorteil sei, dass die Milch in Glasflaschen angeboten wird, die immer wieder verwendet werden können. „Da fällt kein Verpackungsmüll an“, lobt er die Idee. Auf das Angebot aus der Westpfalz sei er zufällig über Facebook aufmerksam geworden, erzählt Stiegler. „Bei uns gibt es ja keine Milchbauern, hier steht nur Gemüse“, illustriert er, dass die Kunden die Zapfstelle gut annehmen.

Insgesamt läuft der Absatz an den Milchautomaten laut Brassel unverändert gut. 70 bis 80 Liter pro Tag würden verkauft. Die 200 schwarzbunten Kühe auf dem Familien-Hof mit Melkroboter produzierten pro Tag rund 5000 Liter. Mit rund 33 Cent sei der Milchpreis der Molkerei weiterhin tief. Ein Anstieg sei nicht in Sicht, weil „wegen Corona etliche Exportmärkte weggefallen sind.“

Vermarktung ausbauen

Für den Vertrieb der Automaten-Milch sind neben ihm noch zwei Mitarbeiter zuständig: Ein Fahrer und eine Angestellte für das Pasteurisierungsverfahren in der eigenen Molkerei. Aktuell sucht der Landwirt noch zwei neue Standorte für seine Automaten. Im Blick hat er Bruchmühlbach-Miesau und Weilerbach. Brassel: „Wir arbeiten daran, die regionale Milchvermarktung von unserem Hof in Albessen aus noch weiter auszubauen.“ suca

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