Mannheim Chemieunfall: Manöverkritik nach Großeinsatz
Wegen des Austritts einer großen Wolke von Chemikalien aus einem Seecontainer im Mannheimer Mühlauhafen am 23. August war es zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen. Den Feuerwehren aus Mannheim und dem BASF-Werk gelang es, den Container zu kühlen und die chemische Reaktion später unter Kontrolle zu bringen.
Im Ausschuss schilderte Feuerwehr-Kommandant Thomas Näther die wichtigsten Fakten. Nachdem beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte am Nachmittag klar geworden sei, dass eine heftige Reaktion ablaufe, sei der sogenannte TUIS-3 Alarm ausgelöst worden. Im diesem System arbeiteten laut Näther alle Chemie-Unternehmen in Deutschland zusammen und leisteten Unterstützung bei Unfällen mit Chemikalien.
BASF bringt den Turbolöscher
Kurz darauf sei die BASF-Werkfeuerwehr mit dem Turbolöscher angekommen. Mit den Turbinen habe mehr Wassernebel zur Kühlung des Containers erzeugt werden können als durch die Rohre der Mannheimer Feuerwehr. So sei es gelungen, bis zum Abend eine „statische Lage“ herzustellen und für Entspannung zu sorgen, so der Feuerwehrchef. Es habe Geruchsbelästigungen gegeben. Direkt nach dem Vorfall sei das umliegende Hafengelände gesperrt worden. Die Bevölkerung in der Nähe sollte Fenster und Türen schließen und Gebäude nicht verlassen.
Mithilfe von Feuerwehren der ganzen Region seien 150 Luftmessungen gemacht worden, berichtete Näther. Erfahrungen habe man auch über die Kommunikation mit der Bevölkerung sammeln können, so Näther. „Am besten stellen wir erste Infos dazu schon auf die Webseite, bevor die Warnung über die Apps KatWarn und NINA gehen“, meinte er.