Ludwigshafen Zur Sache: Schuhmacher

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In der Pfalz gehen laut der Handwerkskammer der Pfalz (HWK) in Kaiserslautern noch 64 Schuhmacher ihrer Arbeit nach, sieben davon in Ludwigshafen und zwei im Rhein-Pfalz-Kreis – in Schifferstadt und Mutterstadt. Darunter sind sowohl gelernte Schuhmacher, als auch Personen, die sich Kenntnisse und Fertigkeiten des Schuhmacherhandwerks selbst erworben und die erforderlichen Maschinen gekauft haben. Sie bieten Schuhreparaturen an, oft auch in Verbindung mit einem Schlüsseldienst, sagt HWK-Pressesprecher Günter Schifferer. In der Regel würden die Schuhmacher selbstständig als Einzelbetrieb arbeiten, Angestelltenverhältnisse gebe es keine. Die Zahl der Schuhmacherbetriebe sei rückläufig. Ausbildungsverhältnisse gebe es derzeit keine, auch keine Ausbildungsbetriebe. Die Schuhmacher, die in der Regel in einem Ein-Mann-Betrieb arbeiten, hätten nicht die Kapazitäten, um auszubilden. Das Berufsbild verändere sich. Zum einen gebe es einen Trend zu handgefertigten Schuhen. In Pirmasens habe sich ein Schuhmacher auf hochwertige Maßanfertigung von Damen- und Herrenschuhen spezialisiert. Die zweite Entwicklung sei ein Wandel in Richtung Orthopädieschuhmacher. Es gibt 39 selbstständige Orthopädieschuhmacher in der Pfalz, zwei davon in Ludwigshafen und zwei im Rhein-Pfalz-Kreis. Im Jahr 2000 waren es noch 33 Betriebe. Zurzeit befinden sich acht Jugendliche in der Ausbildung. Das Angebot an Ausbildungsbetrieben ist jedoch um einiges größer: 29 Betriebe können laut HWK ausbilden. Lehrlinge können nach Angaben der HWK nach dem Ende ihrer Lehrzeit sehr gute Beschäftigungsmöglichkeiten in Sanitätshäusern finden. In der Regel würden Orthopädieschuhmacher im Angestelltenverhältnis arbeiten, da die Meisterprüfung Voraussetzung für die selbstständige Berufsausübung sei. Das Interesse bei den Jugendlichen nach einer Ausbildung als Orthopädieschuhmacher sei allerdings eher gering, da der Beruf und das Berufsbild relativ unbekannt seien. (mmö)

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