Ludwigshafen Zur Sache: Ein Rundgang über den Oppauer Markt

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Fünf bis sechs Beschicker bieten auf dem Oppauer Wochenmarkt donnerstags ihre Waren an. Neben Obst- und Gemüse von Maria Hasselkamp-Dürk aus Ruchheim gibt es Eier, Geflügel, Wild und Lamm bei Roger Kaminski aus Dannstadt-Schauernheim, Käse bei Wolfgang Kerner aus Haßloch, Brot der Bäckerei Schall aus Mutterstadt und Dampfnudeln der Oppauer Dampfnudelbäckerei. Erich Schäfer mit seinem Räucherfisch kommt seit einigen Wochen nicht. Während der Saison verkauft Petra Bangert außerdem Blumen. Hedwig Noe ist 91 Jahre alt und mit dem Rollator unterwegs. Die Oppauerin hat einen schönen Salatkopf erstanden. Regelmäßig versorgt sie sich donnerstags auf dem Marktplatz hinter dem Bürgerhaus mit frischen Lebensmitteln und genießt das: „Man kann sich ein bisschen unterhalten.“ Mit dem Oppauer Markt sei sie eigentlich zufrieden. Das ist auch allgemein der Tenor, wenn auch der ein oder andere der Marktbesucher den Fischstand vermisst, der seit einiger Zeit nicht mehr kommt. Sie hole sich eigentlich gerne Fisch, aber leider komme der Verkäufer nicht mehr, sagt eine Marktbesucherin. Schön findet sie, dass sie hier alles in passender Menge für ihren Zweipersonenhaushalt bekommt. Nur zum Dampfnudelstand geht sie nicht. „Dampfnudel back’ ich selber“, verrät die Oppauerin. „Man muss schon etwas Zeit mitbringen“, erklärt Helga Ihle aus Oppau. Manche drängelten sich vor, da dauere es etwas länger, bis man drankomme. Vor allem schätzt sie die große Auswahl am Gemüsestand. „Da kann man wirklich alles kaufen“, sagt sie. „Hier ist alles immer frisch und hält im Kühlfach eine ganze Woche lang“, sagt Traudel Bittermann. Wenn es das Angebot schon gibt, sollte man es auch nutzen. „Hier trifft man immer viel ältere Leute, die nicht in den Supermarkt gehen“, sagt sie. Es sei immer schön, Kontakt zu den Leuten zu haben. Maria-Luise und Klaus König aus Oppau sind ebenfalls regelmäßige Marktgänger. „Leider werden es immer weniger“, beklagt König den Schwund an Marktbeschickern. Doch am Gemüsestand kommen sie immer auf ihre Kosten. „Ich kaufe hier für die ganze Woche ein“, sagt Maria-Luise König. Besonders schätzt sie die Kommunikation. „Hier findet jeder Ansprache, für jedes Alter“, sagt die Oppauerin. Gegenüber steht der Stand von Roger Kaminski mit Eiern, Geflügel, Wild und Lamm. Sybille Krieg ist mit dem Fahrrad unterwegs. „Hier krieg ich Freilandeier und dann das frische Gemüse“, erzählt sie. Und die Freilandeier bekomme sie sonst nirgends in Oppau. In den großen Supermärkten möchte sie nicht einkaufen. Monika Braun kommt eher selten auf den Markt. „Leider muss ich meistens arbeiten“, sagt sie. Deshalb klappe es selten mit dem Marktbesuch. Doch wenn sie frei hat wie heute, ist sie mit ihrem Töchterchen Clara unterwegs. Die Kleine thront auf dem Kindersitz und knabbert genüsslich an einem saftigen Pfirsich. Auch die Mama hat probiert und urteilt: „sehr lecker“. Die kleine Clara kann da nur zustimmen. Marktbeschickerin Maria Hasselkamp-Dürk aus Ruchheim steht mit ihrer Mutter Elisabeth Hasselkamp schon seit 16 Jahren in Oppau auf dem Markt. „Nur noch mit Qualität können wir gegen die Supermärkte konkurrieren“, erklärt Elisabeth Hasselkamp, die seit 50 Jahren im Geschäft ist. „Ich fahr mit meiner Mutter jeden Morgen auf den Großmarkt“, sagt Hasselkamp-Dürk. Dort probieren sie alles. „Wir sind nicht billig“, sagt sie. Doch die Kunden wüssten die Qualität zu schätzen. Trotzdem ist die Lage nicht rosig. „Es war auch schon besser“, sagt die Händlerin. „Die großen Märkte nehmen uns Kunden weg.“ |enk

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