Ludwigshafen Zollamt zieht nach Mannheim

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Nach dem 30. Juni wird Ludwigshafen kein Zollamt mehr haben. Das Büro in der Brunckstraße fällt einer Umstrukturierung zum Opfer und wird zum 1. Juli ins Mannheimer Zollamt eingegliedert. Ludwigshafen bleibt aber ein Servicepunkt erhalten, wo Privatpersonen ihre Anliegen klären können.

Den Satz „Haben Sie etwas zu verzollen?“ haben viele sicher schon einmal gehört. Doch der Zoll ist viel mehr als das. Darauf weist die Zollverwaltung auch auf der Homepage hin. 39. 000 Mitarbeiter hat die Behörde insgesamt, und die haben eine ganz Fülle von Aufgaben zu erledigen. So überprüft und bearbeitet der Zoll etwa alle Waren, die Firmen hin- und herschicken. Eine neue Aufgabe ist die Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer). Wenn Firmen oder Privatpersonen etwas zu regeln haben, können sie dafür noch bis zum 30. Juni in die Brunckstraße kommen – wie bei anderen Behördenbesuchen auch. In unmittelbarer Nachbarschaft zur BASF – Kreuzung Rottstückerweg – hat das Zollamt mit seinen zwölf Mitarbeitern seinen Sitz. Ab 1. Juli wird dies dann nicht mehr so sein, denn dann wird das Ludwigshafener Zollamt mit dem Mannheimer (18 Mitarbeiter) zusammengelegt. Der Sitz des neuen Zollamts wird in der Fruchtbahnhofstraße im Mannheimer Hafen sein. Damit sind die beiden Behörden unmittelbar von einer Strukturreform beim Zoll betroffen. Wie Annette Hötzer, Pressesprecherin vom Hauptzollamt Karlsruhe, auf Anfrage informiert, hat das übergeordnete Bundesfinanzministerium in den vergangenen zwei Jahren die Strukturen des Binnenzollamts genau unter die Lupe genommen. Die Stichworte lauten Effektivität und Effizienz. Dabei sei man auch zum Ergebnis gekommen, dass das bisherige Zollamt Ludwigshafen aufgelöst und in einen Servicepunkt umgewandelt wird. Es werde aber bei den bisherigen insgesamt 30 Zoll-Mitarbeitern bleiben, so Hötzer. Die große Mehrheit werde in Mannheim arbeiten. Wie genau der Servicepunkt in Ludwigshafen aussehen werde und wie viele Mitarbeiter hier bleiben, „wird aktuell noch entwickelt“. Mit den Servicepunkten wolle der Zoll erreichen, „dass wir weiter in der Fläche präsent sind“. Die Auswirkungen dieser Umstrukturierung auf die Region bezeichnet Hötzer als „relativ gering“. Im Gegensatz zu anderen Regionen würden ja keine Büros komplett geschlossen. Der Unterschied des Zollamts zum Servicepunkt sei, dass Letzterer sich nur um Privatpersonen kümmere. Die Sorge, dass auf Firmen wegen des ab 2018 beginnenden Hochstraßenabrisses nun ein stressiger Weg zum Zollamt nach Mannheim zukommt, teilt die Pressesprecherin nicht. Ein Zollamt kümmert sich zwar um die Abfertigung von Warenein- und ausfuhr sowie Postsendungen. Doch die meisten Firmen könnten auf viele elektronische Vereinfachungen zurückgreifen, sodass sie nicht extra aufs Amt fahren müssten. Privatpersonen können weiter in die Brunckstraße kommen und haben bei Fragen etwa zur Kfz-Steuer oder zu Postsendungen die „Möglichkeit, sich telefonisch oder per Mail zu melden“. Konkrete Angaben zum täglichen Publikumsverkehr am Ludwigshafener Zollamt kann Hötzer nicht machen: „Mal sind jede Menge Lkw und Pkw da. Dann gibt es Tage, wo alles über PC und Telefon läuft.“

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