Handball
Ziga Urbic bildet mit Matej Asanin das neue Torhüter-Duo der Eulen
Der Wechsel aus der ersten österreichischen Liga vom SC Kelag Ferlach in die Pfalz kommt nicht von ungefähr. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler möchte seinem Landsmann und Idol Gorazd Skof nacheifern. Auch er kam 2019 aus Ferlach zu den Eulen und entwickelte sich dank seiner Klasseparaden und seiner sympathischen Art schnell zum Liebling der Fans. „ Skoffi ist eine Ikone in der Heimat und war schon immer mein Vorbild. Er hat mir geraten, zu den Eulen zu wechseln und diese Chance wahrzunehmen. Mittlerweile sind wir gute Freund und telefonieren regelmäßig“, berichtet Urbic.
Nach einem starken Jahr in Österreich hatte ihn der neue Eulen-Coach Ceven Klatt schon früh im Notizblock und leitete seinen Wechsel mit Geschäftsführerin Lisa Heßler ein. Der ligaunabhängige Vertrag läuft zwei Jahre. „Der Wechsel nach Deutschland und Ludwigshafen ist ein großer Schritt. Ich will mich hier weiter verbessern und möglichst bald auch Erste Liga spielen“, hat sich Ziga klare Ziele gesetzt. Geboren ist Urbic in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Bei RK Trimo Trebnje hat er mit dem Handball begonnen, bei MRK Krka in Novo Mesto gespielt, ehe er 2020 in Ferlach anheuerte.
Urbic lebt mit seiner Verlobten in der Gartenstadt
Mit dem 2,06 Meter großen Kroaten Asanin will er ein starkes Duo bilden. Urbic, dessen Stärke seine Reaktionsschnelligkeit und seine Reflexe sind, misst dagegen „nur“ 1,91 Meter und verkörpert eine andere Nummer eins. „Ich freue mich auf unser Miteinander. Wir reden viel zusammen und helfen uns gegenseitig. Wir sind von der Art verschieden, das macht die Sache aber reizvoll“, sagt Ziga Urbic, der seinen Kollegen sportlich wie menschlich schätzt. Für Klatt ist die Zusammensetzung eine interessante Konstellation: „Für diese wichtige Position wollten wir zwei unterschiedliche Typen haben. Ich bin zuversichtlich, dass uns beide weiterbringen und zu Erfolgen verhelfen.“
Mit der bisherigen Integration des jungen Slowenen, der mit seiner Verlobten Tina in der Gartenstadt wohnt, ist der Trainer sehr zufrieden. „Ziga versucht so oft wie möglich Deutsch zu reden. Das macht er recht gut. Genauso hat er sich schnell an seine neuen Mitspieler gewöhnt. Man merkt, dass er willig ist und vorankommen möchte“, sagt Klatt. Seine Stärken, die schnellen Reflexe und das Abwehren von freien Bällen, hat er in den Testspielen schon unter Beweis gestellt. Die verschiedenen Abläufe und Varianten muss er noch im Detail kennenlernen. Das braucht ein bisschen mehr Zeit, wird aber klappen“, stellt Klatt ein gutes Zwischenzeugnis aus.
Zum Saisonstart am 11. September gegen den TV Hüttenberg will sich der Neuzugang den Fans von seiner Schokoladenseite präsentieren. Von seinem Freund „Skoffi“ hat Ziga viel Positives über den treuen Anhang und die stimmungsvolle Atmosphäre in der Eberthalle vor der Pandemie gehört. Das spornt den ehrgeizigen Sportsmann an. Am Ende der Runde soll mit seinem neuen Team möglichst die Rückkehr in die Bundesliga anstehen. Das ist sein Herzenswunsch. Bestimmt wäre dann auch sein Idol Gorazd Skof an alter Wirkungsstätte live dabei.