Ludwigshafen Zauberhafte Melodien

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Mutterstadt. Für Musicalfans hat es ein Wiedersehen mit „Tarzan“, dem „Phantom der Oper“ und „Les Misérables“ gegeben. Das fünfköpfige Ensemble von Grossstadt Entertainments aus Paderborn versetzte das Publikum im Mutterstadter Palatinum mit passenden Kostümen und einem wandlungsfähigen Bühnenbild mühelos in den afrikanischen Urwald oder in die Großstadt als Kulissen der großen Hits.

Zum Auftakt ging es am vergangenen Freitag im Palatinum gleich auf die Dächer von London, wo Mary Poppins mit Schornsteinfegern einen munteren Tanz hinlegte. Die Lieder „Chim chim cheree“ und „Supercalifragilisticexpialigetisch“ sind inzwischen so bekannt, dass das Publikum gleich mitklatschte. Von Großbritannien ins Zauberland von Oz – diesen großen Sprung schaffte gleich der nächste Auftritt mit der Hexe Glinda aus dem Musical „Wicked – die Hexen von Oz“, die Vorgeschichte von „Der Zauberer von Oz“, ebenfalls ein Musical, basierend auf dem Kinderbuch von Frank L. Baum, das bereits 1900 in den USA erschienen ist. Mit eindrucksvoller Beleuchtungswechsel wurde die Bühnenkulisse in magisches Grün getaucht und Glinda verzauberte das Publikum mit ihrem Hit „Ich bin frei und schwerlos“. Ebenfalls als selbstbewusste Frau trat Elisabeth, die Kaiserin von Österreich, auf. In ihrem Lied „Ich gehör nur mir“ klagte die junge Frau, gekleidet in ein opulentes, bodenlanges, weitausladendes Kleid, über die Zwänge ihres Lebens am Hof und die Sehnsucht, frei zu sein wie ein Vogel. Eine der berühmtesten Liebesgeschichten in der Welt der Musicals durfte natürlich bei den „Magic Musicals“ nicht fehlen. Christine, die vom Chormädchen zur gefeierten Solistin aufsteigt, und Erik, der sich verunstaltet als Phantom der Oper vor den Augen der Menschen verbirgt, hatten zwei bewegende Auftritte im Dämmerlicht der Nacht. Die beiden waren zusammengeschweißt durch die Macht der Liebe. Paris als Schauplatz von Geschichte und Geschichten blieb auch die Kulisse für das Musical „Les Misérables“. Das kleine Ensemble schafft es mühelos, die Zuschauer mit Gestik und Mimik und den historisch passenden Kostümen in die Zeit der französischen Revolution zu versetzen. Auch hier ging es um die Sehnsucht nach Freiheit und Befreiung von Zwängen, aber auch um unerfüllte Liebe – das Ensemble überzeugte einmal mehr mit seiner Darstellung. Nach melodramatischen Einlagen sorgte das Ensemble vor der Pause mit „Sister Act“ für Stimmung. Auch im zweiten Teil ging es abwechslungsreich weiter – vom „kleinen Horrorladen“ in den Urwald und in die Steppe Afrikas. Mit „Tarzan“, „Dschungelbuch“ und „König der Löwen“ – gleich drei sehr beliebte Musicals – klang der Abend viel zu schnell aus. Das Publikum spendete jeweils viel Applaus für die Darbietungen, den die Ensemblemitglieder auch für ihre gefühlvolle Präsentation der Musical-Hits verdient hatten. Der Abend bot spannende Einblicke in berühmte Musicals und machte sicher Lust auf mehr – gerade beim „Dschungelbuch“ oder „König der Löwen“ lohnt es sicher, das Musical im Original mit einer Bühnenshow zu sehen.

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