Wochenspiegel RHEINPFALZ Plus Artikel Zahlen und Zeiten, Meter und Tonnen, Schwarze und Grüne

Verwirrende Jonglage.
Verwirrende Jonglage.

Zahlen und Zeiten

Aufmerksamen Lesern ist es aufgefallen – uns natürlich auch. Geht es um die Hochstraße, dann ändern sich Zahlen und Zeiten manchmal täglich. Sagen wir es mal so: Es hapert da ein wenig an der Präzision. So sollte die Auffahrt zur Konrad-Adenauer-Brücke nach Mannheim laut Verwaltung angeblich am Mittwoch ab 16 Uhr aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Peter Schminck aus Mutterstadt hat sich darauf verlassen und wurde eines Besseren belehrt. Er wollte seine Tochter samt Familie mit dem Auto zum Hauptbahnhof in die Nachbarstadt bringen. Ging aber nicht, weil die Auffahrt wegen des Abrisses bereits um 15.15 Uhr gesperrt wurde. Das sorgte für ein Verkehrschaos. Den Fernzug nach Berlin erreichten die Mutterstadter dennoch, weil auf die Deutsche Bahn zum Glück Verlass ist. Der ICE hatte Verspätung …

Meter und Tonnen

Durchaus verständlich, dass sich bei komplexen Vorhaben wie dem Trassenrückbau Zeitpläne ändern. Eigentlich sollte die Pilzhochstraße ab Februar angebaggert werden, wurde dann doch Juni. Okay, es mangelte an Spezialteilen für die Stützen, und dann noch Corona. Aber wie aus einem bisher 500 Meter langen Hochstraßenteilstück diese Woche plötzlich ein 580 Meter langes wurde, verwundert schon. Und aus 30.000 Tonnen Bauschutt wurden 50.000. Trotzdem sollen weiter 1500 Lkw-Fuhren dafür reichen? Hoffentlich liegt man da bei anderen Berechnungen nicht ähnlich schief. Oder hat Ludwigshafen nicht 1,3, sondern bereits 3,1 Milliarden Schulden? Andererseits: Auf die paar Miesen mehr käme es bei der Bazooka-Spendierfreude unseres Finanzministers auch nicht mehr an. Stimmt’s, Scholaf Holz?

Schwarze und Grüne

„Dich mag ich, deine Anträge nicht.“ Sagte Christoph Heller (CDU) am Mittwochabend in der Sitzung des Ortsbeirats Süd zu Jens Brückner (Grüne). Der lässt einfach nicht locker bei der Suche nach einem Kita-Standort am Stadion. Das passt Heller überhaupt nicht in den Kram. „Entnervt“ warf der Schwarze mit den weißen Haaren dem Grünen mit den (immer noch erstaunlich) schwarzen Haaren vor, seine Lebenserwartung zu verkürzen. Doch wer Heller kennt, weiß, dass er stets einen Konter im Halfter hat. Nach der überflüssigen Debatte zum noch überflüssigeren Grünen-Antrag „Proaktive Vorbereitung von Immobilienbesitzern und Bewohnern bei der Umstellung auf eine Gelbe-Tonne-Lösung“ (Meine Güte!) ließ er Brückner wissen: „Ich kann ja verstehen, dass du eine grüne Tonne willst …“ Tätä. Steffen Gierescher

x