Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Yannik Polifka vom HLZ Friesenheim/Hochdorf tritt in die Fußstapfen seines Vaters

Rechtsaußen oder auf halbrechts: Yannik Polifka ist vielseitig.
Rechtsaußen oder auf halbrechts: Yannik Polifka ist vielseitig.

Der Name Polifka hat in Hochdorf einen guten Klang. In der Saison 2011/2012 hatte Matthias Polifka seinen Anteil daran, dass der TVH den siebten Tabellenplatz belegte. 2020 war der mittlerweile 41-Jährige als Trainer zurückgekehrt, steuerte mit den Hochdorfern in Richtung Klassenerhalt, ehe die Spielzeit abgebrochen wurde. Nun tritt sein Sohn Yannik Polifka in die Fußstapfen des Vaters.

18 Jahre jung ist Yannik Polifka. Der Linkshänder kann sich dunkel daran erinnern, dass er vor neun Jahren mit dem Vater in der Hochdorfer Halle war. „Konkrete Erinnerungen daran habe ich aber nicht.“ Er kann daran arbeiten, im TVH-Sportzentrum, wo die Drittliga-Mannschaft des HLZ Friesenheim-Hochdorf weiterhin die Heimspiele austragen wird, an seiner eigenen Geschichte zu schreiben.

Solange er denken kann, spielt Yannik schon Handball. Und genau so lang hieß sein Verein HG Oftersheim/Schwetzingen, wo er die gesamte Jugend durchlaufen hat. Ein Katzensprung vom Wohnort in Oftersheim. In seinem ersten Jahr bei den Aktiven wagt er aber den Neubeginn auf der anderen Rheinseite in den Spuren des Vaters. „Ich hätte auch in Schwetzingen bleiben können, aber Hochdorf hat sich einfach mehr um mich bemüht.“

Und so stand der Wechsel nach einigen Trainingseinheiten zur Probe fest. „Ich fühle mich wohl und es macht einfach Spaß“, fasst er seine ersten Eindrücke zusammen. Daran habe sich auch nach den ersten anstrengenden Vorbereitungswochen nichts geändert. Er spielt in einem Umfeld, das praktisch komplett in seiner Altersklasse zu Hause ist. Das erleichtere die Eingewöhnung in den Aktivenbereich ungemein. „Außerdem kannte ich die meisten jungen Spieler schon.“

Vom erfahrenen Marvin Gerdon lernen

Auf halbrechts oder auch als Rechtsaußen sieht der angehende Industriemechaniker seine Position als Linkshänder. Ein klassischer „Rückraum-Shooter“ sei er allerdings nicht. Dafür fehlen dem 1,84 Meter großen Polifka mindestens zehn Zentimeter an Körpergröße. Trotzdem hofft er auf Einsatzzeit, sieht sich mit Neuzugang Jan Waldgenbach auf Augenhöhe. „Marvin Gerdon ist auf halbrechts gesetzt. Er bringt die meiste Erfahrung mit. Von ihm kann ich viel lernen.“ Sein Ziele sind Einsatzminuten gegen Spielende und Erfahrung sammeln in der Dritten Liga. Die ist für ihn Neuland. „Ich habe zwar auch in Schwetzingen als A-Jugendlicher schon bei den Aktiven ausgeholfen, aber das war in der Zweiten Mannschaft, die spielt Baden-Liga.“

Mit seiner neuen Mannschaft hat Yannik Polifka ein großes Ziel. „Wir wollen den Klassenerhalt.“ Und den so früh wie möglich. Kein utopisches Unterfangen. „Ich glaube, dass wir mit unserem schnellen Spiel einige Teams nerven können.“ Die Konkurrenz im Tabellenkeller sicher und möglicherweise auch die eine oder andere besser positionierte Mannschaft. „Ich glaube, dass die Liga so ausgeglichen ist, dass wir in jedem Spiel unsere Chance haben.“ Qualität genug habe der eigene Kader, erklärt er selbstbewusst. „Der Klassenerhalt ist auf alle Fälle realistisch.“

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