Wasserball WSV Vorwärts Ludwigshafen vor einer Standortbestimmung
Der Spielertrainer des WSV Vorwärts Ludwigshafen tritt nach dem Auftaktsieg seiner Mannschaft auf die Euphoriebremse. „Nach dem Spiel gegen Nürnberg wissen wir mehr.“ Der Post SV Nürnberg ist am Samstag (18.30 Uhr, Hallenbad Süd) zu Gast in Ludwigshafen.
Der Post SV Nürnberg hat höhere Ambitionen. Immerhin sicherten sich die Franken im Vorjahr hinter dem souveränen Meister SC Neustadt die Vizemeisterschaft. Weniger soll es wohl auch in diesem Jahr nicht werden. Umso ärgerlicher, dass der Post SV gleich zum Saisonauftakt im eigenen Bad gegen Friedberg unterlegen war. Beleg für Görges Aussage, dass sich in dieser Spielzeit praktisch alle Mannschaften der Liga auf einem Niveau messen.
Heimvorteil zählt
Umso wichtiger der Heimvorteil. „Nürnberg wird ein unangenehmer Gegner. Sie sind körperlich stark und haben starke Einzelspieler“, warnt Jens Feddeck. Der 23-Jährige war beim WSV zum Saisonauftakt einer der besten Spieler im Wasser und wird auch gegen den Post SV gefordert sein. Trainer Görge erinnert insgesamt auf die gute Abwehrleistung und erhofft sich am zweiten Spieltag eine Wiederholung dieser neu entwickelten Stärke. „Nach diesem Spiel wissen wir, wo wir wirklich stehen“, lautet seine Vorgabe.
Dabei fehlt ihm allerdings Jonas Pohle, der sich in der Vorwoche noch einmal mit einer Glanzleistung zumindest vorläufig von der Mannschaft verabschiedet hat. Er wird nach seiner Schulteroperation zumindest für diese Saison ausfallen, auch wenn Vereinspräsident Uwe Dessloch die Hoffnungen auf eine Rückkehr auf die kommende Saison verweist. Damit wird die Verantwortung gegen Nürnberg auf den verbliebenen Kader verteilt.
Bange ist es Oliver Görge deswegen nicht. Immerhin hat die Mannschaft beim vor allem in der Höhe unerwarteten Kantersieg gegen Frankfurt schon einmal ihr Leistungsvermögen angedeutet und muss das gegen den Post SV Nürnberg nun eigentlich nur bestätigen. Der WSV Vorwärts hofft beim letzten Heimspiel des Jahres auf viele Zuschauer, die das Team unterstützen, und will sich mit einem Freigetränk und selbstverständlich einem Sieg von den Fans verabschieden.