Ludwigshafen WSV setzt weiter auf die Jugend
. Gegenüber dem Vorjahr ist der Altersdurchschnitt bei den Ludwigshafenern wieder gesunken. Dem einzigen Abgang Lovre Rak, der sich Bundesliga-Absteiger SGW Leimen/Mannheim angeschlossen hat, stehen sieben Neuzugänge gegenüber. Von denen haben nur der Spanier Adrian Montero-Mas und Student Oliver Färber die 20 überschritten. Benedikt Hummel (17), Fabian Härtel (17), Johannes Weigert (18) und Nico Berger (18) stammen aus der A-Jugend des SC Neustadt und gehen mit Zweitspielrecht für den WSV an den Start. Der ägyptische Nationalspieler Ahmed Yasar ist ebenfalls erst 19 Jahre alt, aber so etwas wie der Königstransfer der Ludwigshafener vor dieser Saison. „Yasi ist ein Schlitzohr, an dem unsere Zuschauer mit Sicherheit noch viel Freude haben werden“, ist sich Dessloch sicher. Der Spanier Montero-Mas war dabei ein genauso überraschender Zugang, wie Student Färber. „Die sind auf uns zugekommen, weil es sie zum Studium nach Ludwigshafen verschlagen hat“, erklärte Dessloch. Er ist nach einigen Probetrainingseinheiten von beiden überzeugt. „Adrian hat in Spanien zweite Liga gespielt, aber er hat zuletzt zwei Jahre Pause gemacht. Am Ball ist er schon wieder enorm stark, aber schwimmerisch muss er noch aufholen. Ich denke, dass wir an ihm im Lauf der Saison noch viel Freude haben werden.“ Eher taktisch seien hingegen die Defizite von Oliver Färber, der bislang für Heilbronn in der Oberliga Baden-Württemberg am Ball war und regelmäßig unter den stärksten Torschützen seiner Spielklasse zu finden war. „Er merkt gerade, dass es zur zweiten Liga doch noch ein Schritt ist, aber er lernt in jedem Training dazu“, sagt Dessloch. Oliver Färber steht jedenfalls morgen im Kader. Dessloch glaubt außerdem an einen gesunden Konkurrenzkampf. „Im Kader stehen 19 Spieler, wobei von den Neustadtern jeweils maximal zwei Spieler bei uns dabei sein werden. Da bekommt schon alleine das Training eine ganz andere Qualität.“ Eine entscheidende Rolle kommt dabei Andrzej Szczurkiewizc zu. „Gerade für die jungen Spieler ist er als Ruhepol enorm wichtig.“ Allerdings wird der Routinier auf Grund seiner beruflichen Situation zunächst einmal nur bei den Heimspielen zur Verfügung stehen. „Wenn wir sehen, wohin bei uns die Reise geht, werden wir uns vielleicht auch einmal über das ein oder andere Auswärtsspiel für ihn unterhalten“, kündigte Dessloch an. Doch zunächst einmal geht die Mannschaft voller Vorfreude in den Saisonauftakt. „Mit Darmstadt kommt dabei gleich ein echter Gradmesser“, sagt Dessloch. Die Hessen starteten mit zwei Niederlagen in die Runde, schlugen sich aber gegen den Aufstiegsfavoriten Leimen/Mannheim und den Vorjahresdritten Würzburg überaus achtbar. „Auf die leichte Schulter dürfen wir die Mannschaft deshalb nicht nehmen“, fordert Dessloch. Er rechnet an der Tabellenspitze mit einem Kampf zwischen Leimen/Mannheim, Ludwigsburg und auch München. „Dahinter reihen wir uns ein.“ Doch viel lieber als über Platzierungen spricht er über seine junge Mannschaft. „Ich bin sicher, dass wir die Zuschauer begeistern werden“, sagt Dessloch. Das zeigte sich zuletzt vergangene Woche beim hochkarätig besetzten Vorbereitungsturnier in Pilsen, wo sich der WSV im internationalen Teilnehmerfeld ohne die Stammspieler Johannes Schmitz und Florian Löw auf dem vierten Rang behauptete.