Ludwigshafen Workshop begeistert Schülerinnen für Naturwissenschaften
Frauen mit einem akademischen Abschluss sind keine Seltenheit mehr. Laut Statistischem Bundesamt waren 35 Prozent der MINT-Studienanfänger im Studienjahr 2021 weiblich, damals ein Höchststand. Trotzdem entscheiden sich viele Frauen nach wie vor auch gegen ein Studium in Bereichen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Genau das möchte das „Ada-Lovelace-Projekt“ ändern.
Drei Studentinnen der Technischen Universität Kaiserslautern waren so am Ludwigshafener Max-Planck-Gymnasium zu Gast, um Schülerinnen der siebten und achten Klassen zu zeigen, dass ein naturwissenschaftliches Studium für Frauen möglich ist. „Physik ist bestimmt schwer als Frau.“ Eine solche Aussage könne sie nicht verstehen, gab Studentin Emily Kruel den jungen Mächen mit auf den Weg. „Warum sollte mir als Frau Physik schwerer fallen? Der Stoff bleibt der Gleiche, egal ob Mann oder Frau“, so die Studentin, die selbst Physik studiert.
Positives Feedback
Dann legte Kruel zusammen mit ihren zwei Kommilitoninnen los mit den Experimenten. Zuerst wurde ein Mini-Akkuschrauber gebaut, anschließend ein kleiner Gleichstrommotor. Eineinhalb Stunden lang erklärten die drei Studentinnen geduldig jeden einzelnen Schritt, während die Schülerinnen selbstständig experimentierten. Das Feedback im Anschluss war positiv, das Interesse geweckt: Viele der Schülerinnen konnten sich vorstellen, später ein MINT-Fach zu studieren. Darauf hatten die Studentinnen gehofft.
Mit ihrem Workshop sind sie an Schulen in ganz Rheinland-Pfalz unterwegs und wollen auch weiter junge Mädchen für Naturwissenschaft und Technik begeistern. „Es gibt keinen besseren Nebenjob“, sagte die Lehramtsstudentin Chiara Müller zu ihrer Arbeit beim Ada Lovelace-Projekt.