Ludwigshafen
Windräder: Debatte um Fläche im Rat Oggersheim
Offiziell befindet sich die 34,2 Hektar große Fläche zwischen Mutterstadt und Ruchheim, nur acht Hektar davon entfallen auf Ludwigshafener Gemarkung. Der Bereich Umwelt habe bereits signalisiert, dass es sich dabei weder um einen geschützten, noch um einen besonders schützenswerten Bereich handele. Beifall erhielt Spangenberger-Kerle für den Vorschlag einer Fläche westlich des Scheller Weihers an der B9 gegenüber vom Wasserwerk der Technischen Werke und der Schützengesellschaft trotzdem nicht: „Das liegt unmittelbar am Maudacher Bruch. Das ist der schützenswerteste Bereich, den wir in Ludwigshafen haben“, schimpfte Alexander Weih (CDU). Es gab aber auch andere Stimmen.
Weiler: Es muss vorangehen
Etwa Ortsvorsteherin Sylvia Weiler (SPD): „Das ist ein schweres Thema, aber man muss es unterstützen, weil es ja vorangehen muss.“ Zumal Spangenberger-Kerle klargemacht hatte, dass die Kommunen nur bis 2032 ein Mitspracherecht bei der Ausweisung haben. Sollte das Ziel von 2,2 Prozent verfehlt werden, dürften praktisch überall Windkraftanlagen gebaut werden. Auch deshalb sprach sich Hans-Uwe Daumann (Grüne) für die Nutzung der gefundenen Fläche aus – der einzigen ihrer Art im Stadtgebiet. „Ludwigshafen als riesiger Stromverbraucher sollte auch seinen Beitrag zur Stromproduktion leisten“, sagte Daumann. Er meldete allerdings andere Zweifel an: „Die Rheinebene galt bislang für die Aufstellung von Windkraftanlagen als nicht wirtschaftlich.“ Zumindest diesen Einwand konnte Spangenberger-Kerle entkräften: „Die Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass auch an dieser Stelle der Einsatz von Windkraft Sinn ergibt.“
Ablehnung überwiegt
Obwohl das Votum des Ortsbeirats nicht gefordert war, überwogen insgesamt die negativen Stimmen: „Mir ist das Ganze einfach zu nah am Bruch“, erklärte Andreas Gebauer (CDU). Sein Kollege Alexander Weih sieht das Stadtgebiet Ludwigshafen eher für den Bau von Photovoltaikanlagen geeignet und hält die nun definierte Windrad-Fläche – auf deren acht Hektar maximal zwei Anlagen gebaut werden könnten – für „suboptimal“.