Ludwigshafen
Wie Schifferstadts Torwart Kevin Schuster auf die sechs Gegentore reagiert
Herr Schuster, Sie haben gegen Marienborn einen Elfmeter und den Nachschuss gehalten und eine hervorragende Partie gespielt. Die ging aber verloren und Sie haben sechs Tor bekommen. Wie ist Ihre Gefühlslage?
Ich habe mich gefreut, in der Startelf zu stehen. Auch über meine Leistung. Aber das bringt ja alles nichts, wenn man verliert und sechs Dinger einsteckt. Auch wenn der Gegner stark war. Beim Elfmeter habe ich spekuliert. Ein Linksfuß schießt meist in die von ihm aus gesehen rechte Ecke. Kapitän Jan Gutermann hat mich bestätigt und es hat geklappt. Schwieriger zu halten war der Nachschuss, weil ich sofort wieder auf den Beinen sein musste. Die Aktionen haben mir Selbstvertrauen gegeben.
Sie kämpfen mit Yannik Sahin um den Platz zwischen den Pfosten. Gibt es da eine Regelung?
Nein. Ich habe gegen Basara Mainz gespielt, aber die Rote Karte für ein Handspiel außerhalb des Strafraums gesehen. Dann war Yannik drin. Wir haben zweimal gewonnen und er hat gut gehalten. Nach dem 1:5 in Rüssingen habe ich wieder das Vertrauen bekommen. Ich glaube, es wird jede Woche neu entschieden. Mein Verhältnis zu Yannik ist prima. So war es noch zu keinem anderen Torwart. Wir kennen uns aus früheren Zeiten, waren da aber keine Konkurrenten. Ich habe ein gutes Gefühl, dass ich am Sonntag wieder spiele.
Sie kamen von Dudenhofen II, also aus der A-Klasse. Was ist der Unterschied zur Verbandsliga?
Es wird körperbetonter und schneller gespielt. Nach der Partie am Sonntag fühle ich mich in der Liga angekommen. Phönix-Co-Trainer Peter Libowsky, denn ich auch privat kenne, will mich seit zwei Jahren holen. Jetzt bin ich wieder da und sehr froh, zurück zu sein. Ich will mich in der Verbandsliga durchsetzen. Das wollen wir auch als Mannschaft. Ich bin optimistisch, dass es uns gelingt, den Klassenverbleib zu realisieren. Interview: Thomas Leimert